Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703848
Tafel 
XLV 
XLVI. 
249 
beiden Seiten des Mastes liefen. In unseren Darstellungen 
legt übrigens die Art, wie die menschlichen Figuren in das 
Balkenwerk hineingezeichnet sind, auch die Möglichkeit 
nahe, dafs überhaupt kein Deck, sondern entweder ein 
Geländer, eine Reling, oder aber ein Sprengwerk gemeint 
ist, d. i. eine von Stützen getragene Balkenverbindung, 
Welche bestimmt Iist, Vorder- und Hinterschiff fester an- 
einander zu schliefsen, eine Einrichtung, die sich bei der 
leichten Bauart der antiken Kriegsschiffe einerseits und 
ihrer bedeutenden Länge anderseits in hohem Grade 
empfahl und die auch thatsächlich auf einer Reihe von 
bildlichen Darstellungen sich deutlich erkennen läfst. 
Auch das Balkengerüst der beiden Kauffahrer Fig. 9 u. 1 r 
läfst keine sichere Deutung zu; für ein Geländer scheint 
es zu hoch zu sein.  Die zahlreichen Taue, Welche bei 
allen vier Schiffen von der Rahe heruntergehen, dienten 
dazu, das Segel bei zu heftigem Winde vaufzugeien", 
um seine Fläche zu vermindern. Es wird vermutet, dafs 
in den Lederstreifen, die das Segel kreuzten, sich Löcher 
befanden, durch welche von dem unteren Saurne des 
Segels aus die Taue nach dem oberen Saume liefen, um 
von hier durch einen Ring hindurch nach unten zu fahren. 
Durch Ziehen an den Taueu wurde das Segel von unten 
herauf in Falten gelegt, vgl. 47,6. 
Tafel. 
l. Ein so gestalteter Anker Würde sich platt auf den 
Meeresboden legen, ohne in denselben einzugreifen. Es 
ist am oberen Ende desselben ein Querstab zu denken, wie 
61' 48, 3 richtig gezeichnet ist.  Aplustre heifst die ge- 
schweifte Verzierung des Hinterschiffes, vgl. 4:7, 1-3, 5, 6_
        

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