Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703714
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Kriegswesen. 
8. Die Maschine, an welcher die Soldaten be- 
schaftigt sind, ist, nach anderen Darstellungen zu schliefsen, 
eher eine Wurfmaschine (Euthytonos) als eine Nivellier- 
maschine. Die Gestalt des Belagerungsdammes (agger) 
wird aus der Abbildung nicht recht klar. 
9. Grabstein desßSoldaten der 16. Legion Q. Cor- 
nelius Q. F. aus Voltinia. Der Cippus befindet sich in 
Wiesbaden. Der Fundort ist nicht Olten. Über die 
Ehrenzeichen s. 43,16. 
Tafel. 
l-3. Fig. 3 ist eine Silberplatte mit getriebener 
Arbeit. Dargestellt ist ein siegreicher römischer Feld- 
herr, der mit dem linken Fufse auf germanischen Waffen 
und mit dem rechten auf dem Körper eines gefesselten 
Germanen steht. Unter den Waffen sieht man rechts 
ein Schwert mit gewundener Klinge, daneben eine 
Streitaxt mit gebogenem Stiele; die links neben dem 
Schwert sichtbare Helmhaube mit der spiralförmigen 
Verzierung hat einen aus Leder oder Stoü" gefertigten 
Nackenschirm. Hinter der Haube zwei Kriegstompeten 
mit gerader und gebogener Schallöifnung. Links stehen 
drei Lanzenspitzen mit Widerhaken in die Höhe. Die 
wellenförmigen Linien unterhalb der Lanzen hat man als 
Darstellung des Rheinflusses aufgefafst. Nach anderer 
Deutung sollen sie vielmehr ein Stück Pelz bezeichnen, 
das zum Rüstzeug der Germanen gehörte. Die Silber- 
scheibe war vermittelst des Erzbügels, Fig. 2, an die 
Stange eines Feldzeichens befestigt. Die Silbertafel 
Fig. 1 gehörte vermutlich demselben Zeichen an und 
war auf der Querstange angenagelt, vgl. Fig. II. Die
        

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