Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703503
xxxm, 
Tafel 
XXXIV. 
215 
Stücken abgesehen, nur die litterarischen Quellen einen 
Anhalt. Zum Verständnisse der bildlichen Darstellungen 
ist zu beachten, dafs die Künstler bei bewaifneten Krie- 
gern oft bald das eine, bald das andere Rüstungsstück 
als selbstverständlich weglassen, (36, 4; 37, I; 39, I u.  
auch häufig im Widersprüche mit der Wirklichkeit, um 
das Gesicht zu zeigen, den Helm mitten im Kampfe 
öifnen (38,2) oder vom Gesicht entfernen (36, 4). 
Tafel. 
l. Der von Aristokles gefertigte Grabdenkstein des 
Aristion. Gewöhnlich wird die Stele als die des 
Marathonkämpfers bezeichnet. Doch ist das Werk in 
das 6. Jahrh. V. Chr. hinaufzurücken. Hinter dem Nacken 
ist ein Stück vom untern Ende des Helmkammes sicht- 
bar. Der Brustpanzer zeigt bereits eine jüngere Form, 
insofernfler unter dem Gürtel mit Streifen aus Leder oder 
Zeug sich fortsetzt wie Fig. 9, Taf. 35, 1-3. Anders 
auf unserer Tafel Fig. 5. Die Inschrift in der Abbildung 
ist sehr ungenau wiedergegeben. 
2. Feine Tauschierarbeit, die jedenfalls aus vor- 
homerischer Zeit stammt. Vier mit Lanzen BewaHnete 
und ein Bogenschütze im Kampfie mit Löwen. Der 
Bogenschütze, als Fernkämpfer, ohne Schild. Die letzte 
und drittletzte Figur zeigen, wie der Schild vermittelst eines 
Riemens über die linke Schulter gehängt wurde, vgl. 38, 1. 
Die Bekleidung der Jäger und ihre grofsen hölzernen oder 
aus Flechtwerk bestehenden Schilde sowie ihre Körper- 
bildung  hochgezogene Schultern und eingezogene 
Hüften  weisen auf ägyptische Vorbilder hin.
        

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