Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703383
Tafel 
xxx, 
XXXI. 
203 
die Linie des Zieles jenseit der Spina zu suchen. Folglich 
ist die scheinbar vergitterte Loge auf der linken Seite des 
Bildes gegenüber dem Obelisken die Loge der Preis- 
richter, von der uns ausdrücklich berichtet wird, dafs sie 
sich an dem Ziele befindet. Vermutlich müssen wir in den 
vor der Loge stehenden drei Figuren die Preisrichter 
Sehen, von denen zwei auch durch ihre Stäbe als solche 
charakterisiert sind. Sie sind, wie das rechts und links 
von ihrer Loge sichtbare Publikum, noch in Unterhal- 
tung über den Gang des Rennens begriffen. Die schein- 
bar weibliche Gewandung ist wohl eine Art Festkleid. 
Von der Spina ist etwas mehr als die Hälfte sichtbar. 
Links die Reste eines Delphinständers. Bei der Statue 
der Kybele ist kein Palmzweig zu bemerken, vielleicht 
weil dieser bereits dem Sieger eingehändigt ist. Auch 
steht ein Eierständer nicht auf der Spina, sondern neben 
einem Portal wie 28, I. Es war wohl wegen der 
grofsen Ausdehnung der Cirkusräume notwendig, dafs 
man diese Ständer den auf der Schmalseite sitzenden 
Zuschauern etwas näher rückte. Unser Portal ist an der 
Schmalseite befindlich zu denken. Ein Fehler der Zeich- 
nung ist es, dafs der Triumphwagen nicht auf dem Boden 
der Arena, sondern auf einer Erhöhung zu fahren scheint. 
Das Relief befand sich früher im Palazzo Mattei, (nicht 
Maffei). 
2. Mitten im Rennen. Von den acht Wagen sind 
bereits zwei verunglückt. Das vorderste Gespann ist viel- 
leicht dasjenige, welches eben um die linke Wendesäule 
biegt und von einem Parteigänger mit Wasser besprengt 
wird. Hinter dem zweiten Gespanne ein Parteigänger zu 
Pferde; ebenso hinter dem fünften, nur dal's diesem infolge 
eines Versehens der Zeichnung drei Pferde anstatt eines 
gegeben sind. Neben demselben Gespanne ein Partei- 
gänger zu Fufs mit der Peitsche, vgl. 28, I. Auf diesem
        

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