Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703214
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Spiele. 
bei. Diese lautete: Tcßr 1131511299811 iittllmv, „von den 
Wettkämpfen aus Athen". 
4. 5. Das einzige bis auf unsere Zeit stehenge- 
bliebene Merkzeichen der dionysischen Dreifufsstrafse, 
welches wohl nur deshalb nicht das Schicksal seiner 
Kameraden teilte, weil es bis in unser Jahrhundert hinein 
von einem Kloster als Bibliothekraum verwendet und so 
vor den Kalköfen gerettet wurde. Kunstgeschichtlich 
ist es wichtig als das älteste erhaltene Bauwerk korin- 
thischen Stiles. Der Dreifufs, als dessen Unterbau das 
runde Tempelchen diente, wurde im Jahre 335 v. Chr. 
bei Gelegenheit eines bacchischen Festes von einem 
Knabenchore der Phyle Akamantis gewonnen und von 
dem Choregen desselben, Lysikrates, geweiht. Der 
schmale Fries stellt die Bestrafung von Seeräubern durch 
den Weingott vor, ein Vorwurf, welcher, wie man ver- 
mutet, den Inhalt des vorgetragenen Festgesanges bildete. 
Darunter ein breiter Fries von Siegesdreifüfsen. Nach 
Sernper befinden sich die Standspuren des Dreifufses auf 
dem Dache oberhalb der Ranken, wie Fig. 5 zeigt. Die 
Ranken sind also als Stützen des Weihgeschenkes ge- 
dacht. 
6. Das am Feste der Panathenäen geübte Kampf- 
spiel des Abspringens vorn Streitwagen und Wiederauf- 
springens inmitten der Fahrt. Der Kämpfer trug Helm 
und Schild. Er pflegte beim Aufspringen den linken 
Fufs auf den innern Kranz des Rades zu setzen. Er- 
forderte es einerseits eine außerordentliche Gewandtheit, 
dieses Kunststück ohne Verletzung des Fufses auszuführen, 
so gab andererseits die Bewegung des Rades einen kräf- 
tigen Aufschwung nach oben, während ein Aufsteigen 
unmittelbar vom Boden aus durch die Last des mäch- 
tigen iSchildes erschwert worden wäre. Der Wagen- 
lenker trägt langes Gewand wie bei dem Wagen-
        

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