Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703209
Tafel. 
l. 2. Ein Silberbecher zur Erinnerung an einen bei 
den isthrnischen Spielen errungenen Sieg. Fig. i zeigt 
links den bekränzten Sieger mit der Palme. Mit der 
rechten Hand hält er den unteren Zipfel seines Gewandes, 
das über die linke Schulter geworfen ist. Daneben der 
Preistisch mit einer Siegesbinde  und einem Kranze. 
Dahinter eine Herme. Vorn sitzt der durch einen Stab 
gekennzeichnete Kampfordner. Neben ihm steht eine 
weibliche Figur, vielleicht eine Priesterin. Auf der an- 
deren Seite des Bechers ist durch Akrokorinth mit dem 
Venustempel und durch die Quelle Peirene die Örtlich- 
keit der Festspiele bezeichnet. Die Sage erzählt, dafs 
das Dichterrofs bei seinem ersten Fluge, den es über 
die Erde unternahm, sich auf Akrokorinth niedergelassen 
und durch den Schlag seines Hufes die Wunderquelle 
geschaffen habe, die auf der Höhe mit reichlicher Wasser- 
fülle dem Felsen entströrnte. 
3. Panathenäisches Preisgefäfs. Uns sind mehr als 
100 Stück solcher Krüge erhalten. Die Votivsäule (15, I5; 
47,8) hinter der Göttin erinnert an ihr Heiligtum auf 
der Akropolis, wo solche Säulen in grofser Zahl von 
frommen Bürgern als Weihgeschenke aufgestellt Waren. 
Die Preisvasen zeigen in Bezug auf ihre Form und auf 
die Darstellung der speerschwingenden, stadtschützenden 
Göttin nur geringfügige Abweichungen. Auf den Krügen 
der früheren Zeit trägt die Göttin einen runden Schild 
und ist nach links gewendet. Später gab man ihr einen 
länglichen und liefs sie, damit derselbe nicht ihre Ge- 
stalt verdecke, nach rechts schreiten. Auch fügte man 
in späterer Zeit den Namen des Archonten der Aufschrift
        

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