Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703182
Tafel 
XXIV. 
133 
3. Angeblich ebenfalls von einer panathenäischen 
Preisvase. Ein Sieg im Pferderennen. Der voraus- 
schreitende Herold verkündet ihn mit den Worten: "Das 
Rofs des Dyneiketos ist Sieger," AYlNfEIKETFYI-IIHONI 
KAI. Hinter ihm das siegreiche Rofs mit seinem Lenker 
und ein Diener mit dem Siegerkranze und einem Drei- 
fufse. Da das letztere Gerät bei den Athenafesten nicht 
als Preis verliehen wurde, so müfste es hier eine andere 
uns nicht mehr erkennbare Bedeutung haben. Doch ist 
die Beziehung der Vase auf die Panathenäen überhaupt 
zweifelhaft. 
4. Die Bronze befindet sich gegenwärtig im Louvre. 
5. 6. Die Schlagriemen gehen höher am Arme 
hinauf als bei Fig. 1. Das Zusammenfassen des Haupt- 
haares in einem Büschel, Cirrus, ist den Berufsathleten 
der Kaiserzeit eigentümlich (23,10), während auf Denk- 
mälern der älteren griechischen Kunst die Wettkämpfer 
meist kurzes Haar tragen. 
8. Ohrenschutz. Bei öffentlichen Kämpfen war 
dieser Schutz offenbar nicht in Anwendung, wenigstens 
sind eingeschlagene Ohren auf Bildwerken ein beliebtes 
Kennzeichen für Faustkämpfer. 
9. Reiten mit Hindernissen. Ob Wettrennen oder 
kriegerische Übung? In ersterem Falle würde die 
dorische Säule als Meta anzusehen sein, in letzterem 
würde sie ein Gebäude andeuten. Die Reiter springen 
über breite Gräben, deren Ränder angegeben sind. Dafs 
der Künstler die Peitsche nur dem einen Reiter in die 
Hand gegeben hat, ist natürlich Willkür. 
lU. Theseus, (Öqoaiig, besiegt im Ringkampfe den 
Kerkyon (K. . .  ON), den berüchtigten Räuber, der 
bei Eleusis sein Wesen trieb und jeden, der des Weges 
kam, zwang, mit ihm zu ringen." Unter den Beinen des 
Siegers steht der lobende Zuruf "herrlich, fürwahr"
        

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