Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703129
Tafel. 
I. Ein Knabe, der sich im Hochsprunge überschlägt. 
Ein Turnlehrer, der anstatt der gewöhnlichen Gerte 
(23,4, 5) einen Doppelstab trägt, ist bereit, den Knaben 
beim Aufsprunge zu unterstützen. Links das Sprungbrett. 
Rechts ein zuschauender Jüngling. 
2. I3. Über die Lage der Palästra innerhalb des 
olympischen Festplatzes vgl. 12, 1. Dort ist auch die 
Stelle des Hofes markiert, wo das rätselhafte Ziegel- 
püaster, Fig. 13, gefunden wurde. Um den Hof der 
Palästra zieht sich ein Säulengang, dessen Umlauf genau 
ein Stadion d. i. 600 griechische Fufs beträgt. Die Räume 
an der Umfassungsmauer dienten teils zum Auskleiden, 
Einölen und Bestäuben, teils zu Übungen bei ungünstigem 
NVetter, teils zum Aufenthalte Während der Pausen. 
3. In voller Rüstung laufende Männer. Gegen die 
Auffassung der Darstellung als Waffenwettlauf, Örclizqg 
dgöyog, sprechen die Speere; denn soviel wir wissen, 
trugen die Teilnehmer an diesem Spiele nur Schutzwaffen, 
vgl. Fig. 5. Also dürfte unser Bild nicht sowohl einen 
Wettlauf darstellen als vielmehr das Vorrücken einer 
Heeresabteilung gegen die Feinde im Laufschritt oder 
auch eine blofse Manöverübung, vgl. {die Krieger auf 
dem Marsche 34,4.  
5. WalTenläufer mit Helm, und Schild. Das pan- 
athenäische Preisgefäfs, dem die Darstellung entlehnt ist, 
stammt aus dem Jahre 336 v. Chr. Bis gegen Ende des 
5. Iahrh. hatten die Waffenläufer auch noch Beinschienen 
getragen. Die spätere Fortlassung dieses beim Laufen 
besonders unbequemen Rüstungsstückes beweist, dal's die 
ursprüngliche kriegerische Bedeutung der Übung hinter 
die agonistische zurücktrat. 
Bernhardi, Textbuch zu Schreibers Bilderatlas. 12
        

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