Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702734
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Kultus. 
Knaben. Dann folgt i1n Vordergrunde eine Frau und 
zwei, Lorbeerzweige in den Händen haltende, Männer. 
Die dritte Tafel zeigt ebenfalls Mitglieder der kaiserlichen 
Familie, die zum Teil schon durch ihre würdevolle 
Haltung als solche ausgezeichnet sind. Die einzelnen Per- 
sonen sind nicht zu benennen. Die Kinder, ein Mädchen 
und zwei Knaben, tragen um den Hals die Bullae ge- 
nannten kreisförmigen oder halbmondförmigen A1nulett- 
kapseln. Fig. 4 und 5 gehören wahrscheinlich einer 
Balustrade an, die den Treppenaufgang zum Altare 
schmückte. Die erstere, in ihrem oberen und unteren 
Teile ergänzte Tafel zeigt zwei Opferknechte, die einen 
Stier zum Altare des Tempels führen. Zwischen den 
Hörnern des Stieres ein dreieckiger Aufsatz; um sie 
herum eine heilige aus Wollfäden geknotete Binde 
wie 16, 9. Fig. 5 zeigt zwei Camilli und ein für das 
Opfer bestimmtes Schwein. Auf dem rechtsstehenden 
einfachen Felsenaltare liegt bereits als unblutiges Opfer 
eine apfelartige Frucht. Der vordere Camillus hält zu 
gleichem Zwecke auf einer Schale neben kleinen Zweigen 
andere Früchte, unter anderen Pinienzapfen (vgl. 16,9) 
bereit, während er in der Rechten eine Opferkanne und 
über dem linken Arm das Ricinium trägt (vgl. 17, 6). 
Oben auf dem Felsen ein Tempel. Im Giebel zwei 
Krummstäbe und eine Opferschale. Die darunter dar- 
gestellten, von einem riesigen Lorbeerkranze umgebenen 
Götterbilder sind im Inneren des Gebäudes befindlich zu 
denken, vgl. 17, 2, 8. Rechts sitzt der bärtige Jupiter 
mit seinem Szepter, links eine andere Gottheit, vielleicht 
Mars mit Speer und Opferschale oder Faunus. Rechts 
zur Andeutung der Örtlichkeit eine Eiche. Dieser Baum 
war sowohl dem Jupiter als dem Mars heilig. Fast 
alle Personen auf den fünf Tafeln tragen Lorbeer- 
kränze.
        

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