Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702720
Tafel XVIII. 
XIX. 
137 
Camillus, der das Bild eines Laren trägt; sein Gewand 
ist im unteren Teile unrichtig ergänzt (vgl. 17, 6). Rechts 
der Kaiser Augustus in der Mitte seiner Vertrauten. Seine 
Gesichtszüge sind getreu wiedergegeben. Er trägt aufser 
dem Lorbeerkranze die aus Lammfell bestehende Mütze 
des Flamen mit dem spitzen Aufsatze, dem Apex. Hinter 
ihm sind zwei Liktoren mit Rutenbündeln sichtbar. Der 
Kopf der in der Mitte des Bildes rechts neben Augustus 
stehenden Figur und der ganze untere Teil der Tafel 
sind ergänzt. Die zweite und dritte Tafel zeigen noch 
in Bewegung befindliche Teile des Zuges, bilden indes 
nicht eine unmittelbare Fortsetzung der ersten Darstel- 
lung; vielmehr fehlt sowohl zwischen der ersten und 
zweiten als zwischen der zweiten und dritten Tafel je 
eine weitere. Die zweite Tafel ist aufserdem in neuerer 
Zeit aus zwei Stücken, die mit einander nichts zu thun 
haben, zusammengesetzt. Die erste Hälfte derselben zeigt 
Mitglieder der Priesterschaft: zwei Einzelpriester, Flami- 
nes, einen Opferknecht mit dem Beile oder auch priester- 
lichen Liktor, Wie sie den Pontifex zu begleiten pflegten, 
und eine hohe priesterliche Gestalt, die das Gewand 
über das Hinterhaupt gezogen hat. Der zweite Einzel- 
priester trägt die dieser Priesterklasse zukommende Rute, 
das Commetaculum, das er verwendete, um sich bei dem 
Opfergange durch die Menge Platz zu schaffen. Der Auf- 
satz der Mütze ist bei ihm und seinem Amtsgenossen 
anders gebildet als bei Augustus. Die hohe priesterliche 
Gestalt hat man auf Agrippa oder auch auf den-ver- 
götterten Cäsar bezogen. Hinter dem Haupte derselben 
schneidet der erste Teil der Tafel ab, der zweite Teil, 
welcher Mitglieder der kaiserlichen Familie zeigt, dürfte 
mit Nr. 3 zu verbinden sein. Das Stück Mantel, an 
welchem sich der Knabe festhält, gehört einer weiblichen 
Figur an. Ein Mann legt die Hand auf das Haupt des
        

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