Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702710
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verehrt und besafs einen Tempel auf dem Marsfelde. 
Später lernten die Römer auf ihren asiatischen Feldzügen 
eine kappadokische Mondgöttin kennen und nahmen von 
Staats Wegen ihren Kult nach der Heimat herüber, indem 
sie ihr den Namen der sabinischen Gottheit beilegten. 
Die kappadokischen Priester liefen an den Festen der 
Göttin unter rauschender Musik in schwarzer Gewandung 
durch die Strafsen der Stadt und besprengten bei den 
Opfern den Altar mit ihrem eigenen Blute, das sie durch 
Selbstverwundung aus Armen oder Schenkeln gewonnen 
hatten. Der Bellonapriester unseres Bildes ist in der 
dazugehörigen Inschrift als Cistophoros, d. i. Korbträger 
bezeichnet. In der That sehen Wir zu seinen Füfsen den 
Korb mit dem Mondbilde stehen. In der Rechten hält 
er einen Lorbeerzweig als Sprengwedel. Ein Kranz aus 
demselben Laube bedeckt sein Haupt, und die Linke 
trägt zwei doppelschneidige Streitäxte. 
Tafel. 
l_5. Die Ara pacis Augustae, ein grofser dem 
pergamenischen 15, 2 ähnlicher Altarbau, zu welchem eine 
freistehende Treppe hinaufführte, wurde am 4. Juli I3 v. Chr. 
auf dem Marsfelde gegründet und vier Jahre später am 
30. Januar geweiht. Die Darstellungen 1_3 gehören 
wahrscheinlich einem Friese an, der sich um die eine 
Seite des Altarbaues in der Richtung nach der Aufgangs- 
treppe zu hinzog und dem auf der anderen Seite eine 
ähnliche Prozessionsdarstellung entsprach. Es ist ein 
Opferfestzug dargestellt. Die erste Tafel zeigt die vor- 
dersten Teilnehmer an demselben, die bereits an ihrem 
Ziele angelangt sind. Voraus geht ein Opferknabe,
        

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