Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702702
XVTII. 
Tafel 
135 
Merkur mit dem Beutel und Apollo mit der Leier; rechts 
von diesem Merkur mit dem Flügelhut; links von dem 
gröfseren Merkurbilde eine nicht zu erkennende Gottheit; 
vor Apollo eine kleine Lampe, vgl. Fig. 1. 
7. Vorn ein Brunnen, wie sie an Strafsenkreuzungen 
angelegt wurden. Dahinter ein zur Wasserleitung ge- 
höriges Reservoir. Es hat keine Thüre, wohl aber eine 
fensterartige ÖHnung. Der Vorwurf des Wandgemäldes 
an diesem Gebäude ist nicht klar. Es mufs irgend welche 
Beziehung zu den Lares Compitales gehabt haben, deren 
Kulte der davor stehende Altar diente. 
8. Metragyrten waren Bettelpriester im Dienste der 
Kybele, die mit dem Bilde ihrer Göttin umherzogen, es 
dem Volke unter wilden Tänzen zeigten und behaupteten, 
dal's die Gottheit ihnendie Macht gäbe, Krankheiten zu 
heilen und Sünden zu vergeben. Auch pflegten sie 
Bestien bei sich zu führen, die sie zum Tragen des Göt- 
terbildes und zu anderen Künsten abrichteten. Beson- 
ders gern wurde, wie inatürlich, hierzu der Löwe als 
das heilige Tier der Kybele benutzt. Bei ihren Vor- 
führungen sammelten sie Almosen ein. Unser Bild zeigt 
einen solchen Tanz um das aufgestellte Standbild der 
Kybele. Einer von den Bettelpriestern hält seinen Hut 
vorgestreckt, in welchen ein Zuschauer Almosen wirft. 
Der Empfänger macht eine Gebärde, als ob er ihm den 
Dank des Himmels zusicherte. Rechts der Musikant, der 
die Doppelflöte bläst und gleichzeitig mit dem linken 
Fufse das sogenannte Krupezion spielt, ein musikalisches 
Instrument, Welches aus zwei im spitzen Winkel anein- 
ander gefügten Platten bestand, durch deren Zusammen- 
schlagen der Ton hervorgerufen wurde. Weiter rechts 
der gezähmte Löwe. 
9. Die ursprünglich Wohl sabinische Bellona, die- 
Göttin kriegerischer Tüchtigkeit, wurde frühzeitig in Rom
        

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