Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702651
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Kultus. 
Handpauken und Flöten, die beliebten Musikinstrumente 
des lärmenden Kultes der Kybele; unter den Flöten ein 
Gefääfs, eine sogenannte Cista. 
Tafel. 
I. Je ein Stück von den wichtigsten Arten des 
Hausviehes, ein Schwein, ein Schafbock und ein Stier, 
wurden in Rom geopfert, wenn es galt ein Stück Land 
oder auch Personen zu Weihen oder zu reinigen. Das 
Opfer hiefs Suovetaurilia, d. i. Schwein-Schaf-Stieropfer. 
Die Tiere Wurden, bevor man sie am Altare schlachtete, 
dreimal in feierlichem Zuge um den Gegenstand der 
Weihe herumgeführt. Auf unserem Bilde sehen wir vor 
den Opferaltären zwei Lorbeerbäume, die ein Gelehrter 
für diejenigen zu halten geneigt ist, welche vor dem 
Hause des Augustus standen, indem er zugleich annimmt, 
dafs der Kaiser selbst mit seiner Familie das Opfer dar- 
bringt und dieses sich auf die Weihe seines Hausplatzes 
als Tempel des palatinischen Apollo im Jahre 28 v. Chr. 
bezieht. Neben dem Opfernden steht ein Opferknabe, 
Camillus, mit dem Weihrauchkästchen, dahinter ein an- 
derer mit der Opferkanne. Der Opfernde hält in der 
linken Hand irgend ein Opfergerät. Sein rechter Arm 
ist wie der seines Hintermannes ergänzt. Auf dem Altare 
liegen bereits Früchte als unblutige Opfer. Die Köpfe 
des Stieres und des Schweines sind mit heiligen Binden 
geschmückt. Neben dem Stiere der Opferschlächter. 
Die _Gegenstände, welche die beiden Männer im Hinter- 
grunde auf den Schultern tragen, sollen wohl Ruten- 
bündel vorstellen. 
2. Ein festlich bekränzter Tempel mit dem Opfer-
        

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