Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702616
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AIIUIUS. 
5. Eine tragbare Kapelle. An den Füfsen Krallen 
des Löwen, des heiligen Tieres der Kybele. 
6. Der Daumen und Zeigefinger der zum Beten er- 
hobenen Hand sind geöffnet, die drei anderen Finger 
geschlossen. 
7-I3. Weihgeschenke, die zum Danke für Heilung 
verschiedener Krankheiten gestiftet sind, Fig. 9 für Heilung 
einer Unterleibskrankheit einer Frau. Die anderen für Hei- 
lung von Gesichts--, Ohren-, Augen- und Fingerkrank- 
heiten. Aus Golgoi  auf Cypern. 
I4. Die Kapelle ist in Marseille unter einer grofsen 
Masse ähnlicher gleich schlecht gearbeiteter gefunden 
worden. Sie stammt aus sehr später Zeit. Die Gott- 
heit ist nicht charakterisiert. 
I5. Säulen, die zur Aufstellung eines Weihgeschenkes 
dienten, welches in diesem Falle meist aus dem Bilde 
eines der Gottheit geweihten Tieres bestand. Aufschrift 
der ersten Säule: „Heortios und Opsiades stellten die 
Ehrengabe der Athene auf" (Jiögmog xai iOiptädajg dre- 
Üäzvlv drragfzzv 101191111291. 
I6. Der Jagdgöttin (Agrotera) Artemis pflegte man 
Teile der Iagdbeute zu weihen. Unser Bild zeigt Theseus, 
der von der Jagd zurückgekehrt durch einen jungen Skla- 
ven ein Hirschgeweih an einem Heiligtume der Göttin 
anheften läfst. Vielleicht soll auch der Eber der Göttin 
geopfert werden. In der Hand des Theseus der drei- 
spitzige Jagdspeer, auf dem Schofse das Schwert. 
I7. Unten durch Kranzgewinde verbundene Spende- 
schalen und Widderköpfe; die ersteren deuten auf Liba- 
tionen, die letzteren auf das Totenopfer. Auf der Ober- 
Häche des Altars zwei Schlangen und eine Vertiefung 
mit Früchten. In den Schlangen sah der Volksglaube der 
Alten Ortsschutzgeister (vgl. 13, I, 4), insbesondere Hüte- 
rinnen der Gräber. Daher bilden diese Tiere das häufige
        

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