Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702540
XIII. 
Tafel 
U9 
mögen desselben von Delos nach Athen übergeführt war. 
Da der Eingang in den Tempel von der dem Aufgange 
zur Burg entgegengesetzten Seite erfolgte, so mufsten 
sich die Festzüge in einer ähnlichen Wegrichtung dem 
Tempel nähern, wie die zu Olympia veranstalteten (vgl. 
12,1).  Das Erechtheion hat seinen Namen von dem 
attischen Landesheros Erechtheus, der hier in Gemein- 
schaft mit anderen Gottheiten, vor allem aber der Athena 
Polias, der Stadtschützerin, verehrt wurde. Schon Homer 
erwähnt das Haus des Erechtheus als Wohnung der Athena. 
Hier befand sich der heilige Ölbaum, den die Göttin 
dem Lande geschenkt hatte. Der Grundrifs des Tempels 
Weicht von dem aller anderen griechischen Tempel ab, 
insofern die Hauptcella von drei Seiten durch Vorhallen 
Zugänglich ist. Der Haupteingang war natürlich der öst- 
liche. Die rechts sichtbare Vorhalle ist die berühmte 
Karyatidenhalle.  Im Vordergrunde der Felsfiäche stand 
das von Phidias gegossene Riesenerzbild der Athena 
Promachos, deren vergoldete Lanzenspitze den Schiffern 
aus weiter Ferne erkennbar War. Gerade unter dem- 
selben ist die Grotte des Pan sichtbar (vgl. 11,4). Ein 
Wenig rechts von dieser deutet ein kleiner Rundbau die 
Stelle der Klepsydra, der berühmten Burgquelle an, zu 
Welcher die Felsstufen hinabführen: 
6. Ein etruskischer  Festzug, gebildet von Opfer- 
Clienern und den Teilnehmern an den bei Gelegenheit 
des Festes abzuhaltenden Spielen. Voran schreiten ein 
Ringer und ein Faustkämpfer  Es folgen, von einem 
Flötenbläser geführt, zwei Waffentänzer, Pyrrhichisten, 
Vgl. 24, 11. Sodann zwei Opferschlächter mit ihren 
Tieren und zwei Mädchen, Welche zum Opfer erforder- 
liche Dinge auf den Köpfen tragen. Endlich ein Wett- 
renner und noch ein Waffentänzer. Nach rechts folgt 
die Darstellung desselben Zuges in entgegengesetzter
        

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