Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702495
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Kultus. 
3. Die Krone ist von kettenartig geknoteten hei- 
ligen Binden umgeben. Von den unteren Zweigen hängen 
Klangbleche in Form von Ringen herab. Am Fufse der 
Pinie ein Altar. 
4. 5. Eine von zwei Seiten gesehene, in einem sehr 
alten Grabe gefundene bronzene Opfergabellii) in natür- 
licher Gröfse, ein Pempobolon, d. i. eigentlich Fünfzack. 
Die untere Hälfte bildet eine Hülse, in Welcher sich der 
hölzerne Stiel befand. Man hat noch mehrere Gabeln 
dieser Gattung aufgefunden; sie sind sämtlich gröfser 
und haben bald 7, bald 5 Zacken. Das in den homerischen 
Gedichten erwähnte Werkzeug diente, wie es scheint, 
dazu, die Opferstücke auf dem Altare zusammenzuhalten 
und am Herabfallen zu verhindern. 
9. Orestes ist auf den Altar (der taurischen Artemis  
geilüchtet. Hinter dem Altare ein Lorbeerbaum, der heilige 
Baum seines Schutzgottes Apollo. Unser Bild gehört 
einer Darstellung an, Welche sich auf die Vorbereitungen 
zu Orestes Opferung bezieht. 
IÜ. Ein Bacchusopfer. Hinter dem massiven Altare, 
dessen Vorderseite mit einem von einer Binde umwun- 
denen Stierschädel, Bukranion, geziert ist, steht das alter- 
tümliche Bild des Gottes. Er hat in der einen Hand 
seinen Becher, den Kantharos, in der andern den Thyr- 
sosstab, auf dem Haupte den Polosaufsatz. Eine Opfernde 
bringt Opferkuchen und Früchte herbei. Unter den 
Kuchen ist der auf bildlichen Darstellungen sehr häufig 
vorkommende Pyramidalkuchen zu erkennen. Eine andere 
ist im Begriffe eine Ziege zu schlachten, das übliche 
i) Die beiden Abbildungen beziehen sich auf dasselbe in der 
Nekropole Amoaldi Veli gefundene Stück; danach ist die Bemerkung 
unter Fig. 4 zu berichtigen.
        

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