Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702438
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Kultus. 
Viereck 
im 
hintern 
Raume 
der 
Cella 
bezeichnet. 
Die 
zwölf Metopen des inneren Frieses über dem vordern und 
hintern Eingangsthore stellten die Thaten des Herakles, 
des Stifters der gyrnnischen Wettkämpfe, dar. An der 
Aufsenseite des Tempels bildete im östlichen Giebelfelde 
die Vorbereitung zum Wagenkampfe des Pelops, im 
westlichen der Kampf der Lapithen mit den Kentauren, das 
beliebte Sinnbild des Sieges gebildeter Völker über 
barbarische, den Vorwurf des plastischen Schmuckes. 
Noch sei bemerkt, dafs der zum Zwecke des Aufstiegs 
der östlichen Tempelfront vorgelegte Stufenbau ein Zu- 
satz römischer Zeit ist.  Von den übrigen Gebäuden 
der Altis verdienen die Schatzhäuser besondere Beachtung, 
die sich im Norden des Bezirkes in langer Linie zwischen 
dem Stadion und der Exedra des Attikus hinziehen. Sie 
dienten, wie wir bereits bemerkt haben, zur Aufnahme von 
Weihgeschenken, die aus bestimmten Städten in den olym- 
pischen Hain gestiftet wurden. Ein Teil derselben, wie die 
von Sybaris, Kyrene, Gela und Megara, stammt noch aus 
der Zeit vor der Erbauung des Zeustempels. Es gehören 
an: I der Stadt Sikyon, VII Sybaris, VIII Kyrene, IX Se- 
linus, X Metapont, XI Megara, der Nachbarstadt Athens, 
XII Gela; IV stammt vielleicht aus der den Karthagern 
nach der Schlacht bei Himera im Jahre 480 abgenommenen 
Beute; II und III waren Wahrscheinlich schon zu der 
Zeit des Pausanias niedergerissen und durch eine Strafse, 
dieaul" den Kronoshügel führte, überbaut. Dagegen er- 
wähnt dieser Reiseschriftsteller noch die Schatzhäuser 
von Epidamnos und Byzanz.  Nicht lange nach dem 
Zenstempel, Wohl noch in der Zeit der griechischen Un- 
abhängigkeit, mag das Prytaneion PR entstanden sein. In 
demselben befand sich der olympische Staatsherd mit 
dem ewig brennenden Feuer; sein vermutlicher Platz ist 
durch das kleine Quadrat in dem südlichen Saale ge-
        

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