Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702357
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Kultus. 
Zu den am meisten ins Auge fallenden Zeichen der 
Auflösung des alten Glaubens gehört die Vergötterung 
von Menschen. Sie knüpft in Griechenland an den 
uralten Heroenglauben und an die natürliche Heiligkeit 
der Gräber, in. Rom an die Verehrung der Geister Ver- 
storbener (der Manen) und des Genius an und trat nur 
wenig aus dem Rahmen der ursprünglichen religiösen 
Vorstellungen heraus, so lange sie sich auf Verstorbene 
beschränkte (15, 17; 96,2). Aber in späterer Zeit wer- 
den bekanntlich auch Lebende, besonders die römischen 
Kaiser als Götter verehrt. 
Tafel 
und 
Vign. 
Vign. I. Ein Totenopfer. Von links treten drei Män- 
ner mit Opfermesisern, die Linke zum Gebet erhoben, 
an den Altar heran. Von der anderen Seite wird durch 
drei andere Männer das Opfertier geführt. Der dritte er- 
hebt die Rechte zum Gebet. Auf dem Altare die bren- 
nenden Holzscheite und eine Räucherpfanne. Der rechts 
vorn Altare auf dem Boden stehende Gegenstand ist viel- 
leicht ein Schlauch, der den zum Opfer gehörigen Liba- 
tionswein enthält. In dem links dargestellten Zweige hat 
man die Andeutung einer Cypresse erkennen wollen. 
Der Sarkophag befindet sich gegenwärtig im Louvre. 
Vign. 5. Kulttanz von Flötenmusik begleitet. Rechts 
und links sind heilige Binden aufgehängt. 
I. 2. 3. Eine natürliche Felsschlucht ist benutzt und 
durch Glätten der Wände und Überdeckung mit schräg 
aneinander stehenden Steinen in ein Ternpelhaus umge- 
wandelt. In der Mitte des Tempels, wie Fig. 2 und 3 
zeigen, befand sich das Kultbild. An der rechten Seiten- 
wand nach dem Eingange zu liegen im Innern noch
        

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