Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Landschaftsalbum der Dresdner Gallerie
Person:
Hübner, Julius Krüger, C. Königliche Gemäldegalerie <Dresden>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1699700
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1700833
gegeben haben, während eine Wasseriiache im Mittelgrunde imd eine schöne Baumgruppe zur Rechten des Vorder- 
grundes, den übrigen Raum des Bildes einnehmen. Eine Heerde, welche in's Wasser getrieben wird und einige 
Figuren, unter denen ein Maler, welcher vorn am Rande des schilügen Ufers sitzt und zeichnet, bilden die reiche 
Staifage. Es ist nur mit dem Monogramm J. v. R. bezeichnet. 
Das vierte, bei weitem das kleinste von allen, ja das kleinste aller der zahlreichen Bilder RuysdaePs auf 
der Gallerie, ist eine acht holländische Gegend. Den grössten Theil des Bildes nimmt die prächtige Luft mit 
ihren ungeheuren Wolkenmassen ein, welche den niedrigen Horizont mit dem Dorfkirchlein und Wenig Häusern in 
tiefe Schatten hüllen. Im Mittelgrund stehen Garben auf Stoppelfeldern und eine Unzahl von Wegen und Geleisen 
durchkreuzen vom Vorgrunde aus den tiefen Sand bis zu dem Dorfe. Herbstliche Stimmung weht durch jeden 
Zug des wunderbar poetischen Bildchens und stimmt den Beschauer zu jenem wehmüthigen Gefühl, welches das 
scheidende Jahr in uns hervorruft. 
Das fünfte Bild könnte man den „Waldweg" nennen, so einfach wenigstens, wie diese Bezeichnung, ist 
der Gegenstand des Bildes. Aber welch' eine wunderbare Schönheit liegt in diesen so oft gesehenen Dingen, wenn 
sie die Hand des empfindenden Künstlers hier dem Beschauer verführt. Wie lieblich spielt das Licht durch die 
schlanken Bäume, ruht auf der breiten Flache des Weges und verliert sich durch den Baumgang hin bis zur 
einfachen Ferne, immer den Blick des Beschauers unwillkürlich fesselnd und nach sich ziehend, während ein 
milder Himmel, wolkenloser, als ihn sonst der Meister liebt, über dem Ganzen ruht. Das sind die Werke, welche 
jeder Beschreibung in Worten spotten, nur das Auge ist im Stande den Eindruck solcher Pinselschrift unmittelbar 
zu empfangen und dem Geiste zujermitteln. Es ist bezeichnet J. v. Ruysdael. 
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