Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Landschaftsalbum der Dresdner Gallerie
Person:
Hübner, Julius Krüger, C. Königliche Gemäldegalerie <Dresden>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1699700
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1700708
Nicolas Berghem oder Berighem, 
geboren zu Harlem 1624, gestorben den 18. Februar 1683 ebendaselbst. 
Sein Vater Pieter Klaasze oder Pieter van Harlem, ein mittelrnassiger Maler von Stillleben, hatte ihm 
den ersten Unterricht gegeben und brachte ihn dann nach und nach zu van Goyen, N. Moyaert, Pieter de Grebber. 
J. Wils und J. B. Weenix in die Lehre. Aus diesen verschiedenartigen Elementen des Unterrichts hat Berghem 
eine seltene Vielseitigkeit gewonnen, die ihn eben so geschickt für die Darstellung von Landschaften, wie auch 
von Thieren und Figuren machte. Letztere hat er sogar zuweilen in einer Grösse gemalt, wie sie selten von 
Malern seines Faches gewählt wurde, namentlich existirt in der Gallerie von Braunschweig ein Bild mit lebens- 
grossen Figuren von ihm. Eine bcwvundernswvürdige Leichtigkeit des ltlaehwerkg, welche in seinen späteren 
Bildern freilich oft zur Manier wird, haben ihm bei einer dennoch sorgfältigen Ausführung die Production einer 
grossen Menge von Bildern, Zeichnungen und Radirungen möglich gemacht, die noch heute von Kennern gesucht 
und theuer bezahlt werden.  
Auch von ihm giebt die vorliegende Sammlung zwei interessante Bilder in Radirnug wieder. Das erste, ein 
Abend nach Sonnenuntergang, mit leuchtender Luft und schöner Staifage von Vieh und ruhenden Hirten, ist oft von 
Kennern für ein Bild des Albert Cuyp gehalten werden, dem es besonders in der gelblichen Färbung des Himmels 
ähnelt, bis eine genaue Untersuchung die unbezweifelbare Aechtheit des ltlcuogramrnes herausgestellt hat. Auch 
die Figuren tragen das unverkennbare Gepräge Berghem's und der Anklang an Cuyp wird leicht erklärlich, wenn 
man bedenkt, dass Cuyp schon 1605 geboren, bereits ein berühmter Meister war, als Berghem seine künstlerische 
Laufbahn erst begann. 
Das zweite Blättchen stellt einen Morgen in einer italienischen Landschaft vor und gehört der schönsten 
Zeit, seiner spitterezi Manier an. Feine und zierliche Ausführung in der kleinen Dimension und lebendige Staffage 
zeichnen dies schöne Bildchen vor allen andern aus. Ein eigenthümlich geformter Fels im lNIitte-lgrunde findet 
sich ganz ebenso auf einem Bilde desselben Meisters in der berühmten Bridgewater Gallerie zu London, welches 
auch in Bezug auf seine Grüsse und Aehnlichkeit der Staffage sicherlich als Gegenstück zu unsrem Bilde gemalt 
worden ist. 
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