Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Landschaftsalbum der Dresdner Gallerie
Person:
Hübner, Julius Krüger, C. Königliche Gemäldegalerie <Dresden>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1699700
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1700641
Aldert 
oder 
Allamt 
Vßll 
Everdingen, 
geboren 
zu Alkmar 
gestorben 
ebendaselbst 
November 
Man nennt Roeland Savery und Peter Molyn den Aelteren als seine Meister. Seine meisten Landschaften 
schildern Gegenden Norwegens, wohin er einmal durch einen Sturm bei einer Seereise verschlagen werden sein soll, 
und tragen ein höchst eigenthümliches Gepräge scharfer Charakteristik des Nordens. Gewiss ist es, dass seine Bilder 
von wesentlichem Einiluss auf den jüngeren J. Ruysdael gewesen sind, da manche Arbeiten dieses Letzteren fast mit 
denrseinen zu verwechseln sein könnten. Er hat noch zwei Brüder, Caesar und Jan van Everdingen, Portrait- 
und Stilllebenmaler von Geschick, deren Arbeiten jedoch zu den Seltenheiten gehören. 
Die Folge unserer Radirungen giebt zwei ausgezeichnete Bilder A. van Everdingens aus der hiesigen 
Sammlung trotz der Kleinheit der Dimension ganz vortrefflich wieder. 
 Das 913'691 der Sogenannte Wasserfall, ein Bild in grösseren Dimensionen, als Everdingen gewölmlich 
wählt, zeigt uns einen jener in Norwegen so häufigen Wasserstürze in einer wilden Gebirgsgegentl von rauhem 
Charakter in Form und Farbe, mit aller der Bescheidenheit der Mittel, welche dem Meister so eigen sind. Grosse 
einfache Beleuchtungsinassen und das bewegteste Leben in dem rauschenden Wasser mit unzähligen Wirbehi und 
Wellen geben dem Bilde einen eigenthümlichen Reiz. Es ist bezeichnet A. van Everdingen. 
Das zweite, zwar viel kleiner, als das Vorige, aber womöglich noch meisterhafter und vollendeter, ist 
unter dem Namen „Die Hirschjagd" bekannt. Es giebt uns einen jener stillen norwegischen Bergseeen, rings von 
waldigen steilen Klippen eingeschlossen, in welchen ein gejagter Hirsch sich gestürzt hat, der nun von den Jägern 
und der ganzen Meute auch hier verfolgt wird. Leichtigkeit und geistreiche Feinheit der Vollendung in allen 
Theilen wird kaum in irgend einem anderen Bilde dieses Meisters in höherem Grade zu tindcn sein. Das Bild ist 
zugleich vortrefflich erhalten und auf einem der Felsen mitten im Bilde in voller Schrift bezeichnet: A. VAN 
EVERDIN GEN  1649  Die letzte Zahl etwas undeutlich. 
w-Jvvvxßvvvvx.
        

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