Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Landschaftsalbum der Dresdner Gallerie
Person:
Hübner, Julius Krüger, C. Königliche Gemäldegalerie <Dresden>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1699700
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1700442
J an Both, 
geboren zu Utrecht 1610, gestorben 1650  
Jan Both erhielt zugleich mit seinem Bruder Andries den ersten Unterricht von seinem Vater, der ein 
Glasmaler war und später beide bei Abraham Bloemaert in die Lehre gab. Beide Brüder besuchten noch ziemlich 
jung zusammen Italien, und in Rom war es, wo Jan, der Landschafter, die Werke Claude Lorraiifs zuerst kennen 
lernte und ihn von nun an sich zum hhister nahm, ohne doch glücklicher Weise sein Nachahmer zu werden. 
Bald machten seine Werke Aufsehen und wurden gesucht und bezahlt. Andries arbeitete im damals beliebten. 
Style des Pieter van Laair, sogenannte Bambocciaden und stafiirte des Bruders Landschaften mit Geschick und 
Geschmack. Beide Brüder lebten und arbeiteten in Schöner Eintracht zusammen, bis Andries im Jahre 1650 auf 
einer Reise in Venedig das [Tnglück hatte, nächtlicherweile in einen Canal zu stürzen und zu ertrinken. Jan vrnr 
untröstlich und starb nach einigen seiner Biographen noch in demselben Jahre zu Venedig, nach andern einige 
Jahre später in Utrecht, seiner Vaterstadt.  
Das nach ihm radirie Blatt giebt das Schönste seiner Bilder auf hiesiger Gallerie, eine italianische 
Landschaft bei Sonnenuntergang, in vortreffliche? Weise Wieder, S0 weit die beschränkten hlittel der Nachahmung 
in eine 1- Farbe dazu ausreichen. Den unüberßreiilichen Glanz des leuchtenden Abendhimmels und die Verklärung 
der fernen Gebirge, die Goldlichter der sinkenden Sünne, die bis in den Vordergrund reichen, die Pracht" der 
grossen Baumgruppen kann freilich nur der Pinsel in der Hand eines Meisters wie Both, so hinreissend schildern. 
Die dargestellte Gegend scheint das Grabmal der Plautier bei Tivoli in der Nähe von Rom zu sein, heutzutage 
Ponte Lucano genannt, nach der Brücke, welche man im Mittelgrunde deutlich bemerkt. Die Figuren, zwei Reiter, 
deren einer sein Pferd trankt, der andere sich von einem Vorübergehenden den Steigbügel zurechtmacheil lässt. 
sind eben so vortrefflich gemalt wie die Landschaft. Das ganze Bild, von der feinsten und edelsten Vollendung 
und Durchführung ist vortrefflich erhalten und rechts unten „Both" bezeichnet.
        

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