Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693397
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des gothischen Styles. 
Die Kunst 
das Schloss der Visconti zu Pavia, 
einfach festen und strengen Formen, 
ein 
aber 
ausgedehnter Bau, aussen in 
mit um so stattlicherer Hof- 
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Palazzo pubblico zu Piacenza. 
(Nach Osten. 
Ar- 
den 
architektur: spitzbogigen Säulenarkaden und reichen romanisirenden 
kadenfenstern über diesen. Andre Behandlung, etwas jünger, an 
alten Theilen des Schlosses von M antua.  
In Süditalien zeigt sich an einigen Kirchenbauten von Neapel 
der französische Einfluss, den die französische Herrschaft des Landes (seit 
1265) mit sich führen musste; am Chore von S. Lorenzo, an S. Domenico 
Maggiore, an S. Pietro a Majella.  
 Die Fagade der Kirche von Collemaggio zu Aquila lässteine An- 
näherung an die toskanischen Prachtfagaden dieser Zeit, in phantastisch 
barocker Verwendung dortiger Motive, erkennen. 
Im südlichen Apulien sind die Kirchen von S. Maria d'Arb0na 
und von S. Pietro in Galatina als Werke von schlicht gothischem, 
noch übergangsartigem Charakter anzumerken. 
Einige sicilianisch gothische Monumente dieser Zeit deuten, neben 
Reminiscenzen der älteren heimischen Greschmacksrichtunggg, auf einen 
vorwiegend lombardisehen Einfluss: S. Francesco zu Palermo (seit 1255) 
und S. Agostino ebendaselbst; das Portal von S. Giorgio und das des 
Ospedale zu Girgenti; die Fagade vonSuagostino zu Trapani; u. s. W. 
Eine Reihe dekorativer Werke kommt schliesslich für die italie- 
nische Gothik des 13. Jahrhunderts in Betracht. Sie haben das Eigen- 
thümliche, dass in ihnen die schärfsten Gegensätze des Zeitgeschmackes, 
nicht selten mit feinem Takt, in Verbindung gesetzt zu sein püegen; an-
        

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