Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693285
Zweite Periode. 
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verbundenen Ladykapelle; die letztere, deren Decke von luftig schlanken 
Säulenpfeilern getragen wird, ist ein überaus graziöses Werk. Auch das 
ganze System des inneren Aufbaues hat eine leichte Entwicklung, deren 
harmonischer Rhythmus aber durch dekorativen Eigenwillen, in den un- 
schönen Maasswerkarkaden des Triforiums, wiederum getrübt erscheint. 
Das Aeussere ist rings in schlichter Klarheit durchgebildet. Die Facade 
besteht aus einem hohen, dem Baukörper vorgesetzten Dekorativbau, ohne 
Grundriss der östlichen Theile der Kathedrale von Salisbury. 
(Nack 
Brittou.) 
Sculpturenausstattung. Der Mittelthurm, reich dekorirt und mit hoher 
Spitze versehen, ist der ansehnlichste Bau solcher Art, den die englische 
Gothik besitzt.  Die Reste der Abteikirche von Netley bei Winchester 
(seit 1239) zeigen den Einfluss der Bauhiitte von Salisbury. 
Die Kathedrale von Lincoln rührt in ihrem grösseren westlichen 
Theil (ausser einigen älteren Stücken) aus der ersten, im östlichen Theil 
aus der zweiten Hälfte des Jahrhunderts her. Sie bildet eine glückliche, 
mit lebendiger künstlerischer Empfindung durchgeführte Mittelstufe zwi- 
sehen englischer und französischer Art. Im westlichen Theile ist dies 
Vßyhäjtnisg strenger und mit primitiveren Formen durchgeführt, im öst- 
lichen mit lebhafterer Zuneigung zu den Glanzformen französischer G0- 
thik. Das mächtige Fenster, welches die (auch hier gerade abschliessende) 
Ostwand füllt, enthält das reichste Beispiel edel durchgebildeten Maass- 
Werkes nach französischem System. Unter den Aussentheilen kommt auch 
hier besonders der in stattlich frühgothischer Behandlung ausgeführte
        

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