Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693207
Zweite Periode. 
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die Beispiele glänzender Frühentfaltung des letztem. In Heiligenkreuz 
schliesst sich Anderes von Bedeutung an. So die Hallen des Dormito- 
riums, im Untergeschoss, bei sehr einfacher Anlage, mit Elementen 
frühgothiseher Behandlung. 
Es kommen schliesslich die Lande des deutschen 'Nordostens bei 
der in solchenRiehtung vorschreitenden Germanisirung in Betracht. H18? 
hatte sich in der romanischen SpätePOChE, lllef m däjls 13' Jahrhllndert 
hinab, die Technik des Ziegelbaues ausgebildet und, in Wechselwirkung 
mit der Stimmung der nationalen Verhältnisse, eigenthuinliche Weisen 
der künstlerischen Behandlung zur Folge gehabt. Dlßßothlschgstlflform 
fand hier erst in der Spatzeit des 
, wg 13. Jahrhunderts, in einer nicht er- 
 1 heblichen Zahl bedeutender Lei- 
 J  14 stungen, Eingang. Die Behandlung 
   der Gothik unterlag denselben um- 
m    I, gestaltenden Bedingnissen. 
 y n Das zumeist westwärts belegene 
i   Denkmal früligothisclien Ziegel- 
  baues ist die Ruine der Kloster- 
   kirche von I-Iu d e, unäerll VQII 
  l  Berne im Oldenburgisc en ein 
:   35.5    ansehnlicher Pfeilerbau von i noch 
ä  romanisirender Reminiseenz, zu- 
 Lübeck gleich in einer Durchbildung von 
{E12  ilijjlz-äjiliaüßäf. edler Anmuth, die diesen Resten 
 ein vorzüglich ausgezeichnetes Ge- 
il E  555i  äiää  Ill   
  Frage glebh 
im Eng   1x11 älll Lübeck hat einige gothisclie 
  Denkmale aus der Spätzeit des J ahr- 
 ' hunderts von massenhaft schlich- 
lllliil x   äiß. ll ter Behandlung: die J ak o b ik i r ch e 
. -   _i M. und die Aegidienkirche, beide 
  von hallenartiger Anlage, die letz- 
   tere durch einige feine Gliederun- 
  z gen belebt,  und die nach 1276 
Gmnfgflscsh (lsecrmllggsrägn:"älffdfäeägbeck begonnene M a r i e n k i r c h e , ein 
   "kolossaler Bau, welcher das System 
der französischen Kathedralenkäim Msiätßlschifflßiä lilulis breiä uäd dligßiGg- 
h 1-  hfcht t h ue oser renge e ig 1c. nur ur  
wlelygelllejcltlhsseiiis (filndcserilncr räumlichen Dimensionenwil-kend, wieder- 
holt.  Was sich diesen Bestrebungen im Mecklenburgischen anschlieshst, 
Zunächst die im Jahr 1291 gegründete hirche von Doberan, gehort im 
Wesentlichen bereits der folgenden Epoche der Gothik an.  
In der Mark Brandenburg ist die überwiegende Zahl frühfgogiisähiäll 
Denkmäler nachgewiesen, Emige sind noch (wie fruher mehrlzlicfgr die 
nitbauten, doch mit Anwendung der bequemeren Ziegeltechni 11
        

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