Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693199
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Die Kunst des gothischen 
Styles. 
Chores, der, auch in den schmückenden Theilen, das Gepräge primitiver 
Gothik trägt, und auf der Südseite, neben andern Theilen, der gesammte 
Aufbau des in besonders strenger Behandlung durchgeführten Nebenchores- 
Was sonst in Baiern dem 13. Jahrhundert angehören dürfte, z. B. 
etwa die Afrakapelle zu Seligenthal bei Landshut, muss einstweilen 
dahingestellt bleiben.   
Für den Eintritt des gothischen Systems in die österreichischen 
Lande, für seine erste Gestaltung in der Epoche des 13. Jahrhunderts 
fehlt es ebenfalls noch an hinreichender Kunde. Bei einigen Ordenskir- 
chen, wie denen von Friesach und von Villach in Kärnten u. s. w. 
lässt sich ein ähnliches Stylverhältniss wie der Ordenskirehen andrer 
Gegenden voraussetzen. Der Chor der Minoritenkirche zu Pettau in 
Steiermark (um 1286) wird als ein entwickelt frühgothischer Bau, die- 
Stadtpfarrkirche zu Murau ebendaselbst als ein ebenfalls frühes, noch 
massig schweres Werk bezeichnet. Die Klosterkirche zu Imbach bei. 
Grundriss der alten Pfarr zu Regensburg. 
(Nach Popp und Billau.) 
Krems und die Deutsehordenskirche St. Maria am Leech zu Gratz Wer- 
den als gleichartige ausgebildet gothische Monumente angeführt und für 
die Bauepoche _der ersten die Zeit von 1269-89, für die der zweiten 
das Jahr 1283 genannt. Die schon erwähnten Kreuzgänge von Hei- 
ligenkreuz, Lilienfeld, Klosterneuburg enthalten die Uebergänge 
aus reich romanischer Schlusszeit in den gothischen Styl und zum Thei].
        

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