Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693019
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Styles. 
des gothischen 
Die Kunst 
Ste. Radegonde und an der Kathedrale von Poitiers, an der Kathedrale 
und andren Bauten von Angers ist schon (I, S. 527 und 529) gedacht. 
lDie Gestaltung des baulichen Systems, Welches die aus dem Roinanismus 
Jener Gegend überkommeiie Anlage iäitgoihischer Musterung durchgebil- 
   e zeigt, YVlfd mit dem Namen des 
  3'   „anj0vinischeiiStyles" bezeichnet. Die 
p 6a Dekoration der Faeade, wie die der 
I    Kathedralen von Angers und von 
l    Ifoitiers, befolgt dabel 1m Wesent- 
l  5711-3  liehen das nordische Vorbild, 
     1111m verwandtes Beispiel, von gmsbs- 
wir... (n;    aitig raumlicher Entwickelung, 1st 
75""  "y  X1  das Schiff der Kathedrale Von Bor- 
 ßrr- {CF-g deaux, seit 1252 gebaut.  Ein 
i  j zierliches Dekorationsstück, mit alter- 
  i f,   tliumlicheizReminiscenz, welche auf 
  u; dieselbe Richtung hindeutet, ist die 
 X:   sudliche Portalhalle von St. Severin, 
 i CF 3,3 ebeiälaäelbst, vom J. 1267, 
f   unmiäeialräveit zeigt sich auch hier 
    re Uebertragungnordischen 
Grundriss ÜQTIKlTClIG von Uzeste.  far- 
(Nnch Parken) BIIZM deren Plaii das lli tt 8' mn 
Seez aufnimmt, (während die dortige kleine7Kirclie des lliercadelusine 1:11:52 
  , rn von Langen, die aber schon dem Ueber- 
gange in die Epoche des 14. Jahrhunderts angehört. 
Die 
Niederlande 
und 
Lothringen. 
Bei Uebertragung der gothischen Bauform nach Deutschland sind 
vorerst die westlichen Vorlande zu betrachten. Früher in einem 
nahen Verhältniss zu den Cultur-Elementen der deutschen Rheinlande. 
zum Theil unmittelbar von diesen abhängig, bereiten sie sich nunmehl 
zu einem Zwischengliede zwischen französischer und deutscher Art. Doch 
ist es zunächst mehr der Mangel einer entschiedenen Auffassung als eir 
Verhalten von charakteristischer Eigenthümlichkeit, was dieser Stellung 
Vorschub giebt. Es werden die allgemeinen Grundzüge des neuern bau- 
lichen Systems aufgenommen, ohne dass man auf ihre principielle Durch! 
bildung sonderlich Bedacht nimmt. Romanische Reminiscenzen wirker 
als zufällige Bedingnisse ein. Wo man sich den reicheren Planformei 
und Gliederungen der französischen Meisterwerke zuwendet, fehlt Zumeis 
doch die verstandene Wiedergabe des Systems. 
Vornehmlich gilt dies von der umfassenderen Thätigkeit der nördli 
chen Districte, der Provinzen von West-Niederland. 
Ein nicht mehr vorhandenes ansehnliches Monument, die Kathedral
        

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