Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692994
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Die Kunst des gothisehen 
Säyles. 
zu Clermont-PHerault, 1313 beendet, und die Kirche von Lodeve, 
eine selbständigem gothische Fassung und Gliederung, doch Zumeist in 
etwas barbaristischer Behandlung und völlig in der massenhaften Schwere 
der Aussenformen. 
Einen lebhafteren, zur bedeutenderen Wirkung durchgebildeten An- 
schluss an den frühgothischen Styl der französischen Nordlande zeigt zu- 
nächst die Kathedrale von Lyon. In ihren östlichen Theilen, dem einfach 
polygonisch geschlossenen Chore und den Thürmen neben diesem, wiede- 
rum noch mit romanischen Reminiscenzen, entfaltet sich in ihrem Schiff- 
hau ein klares und harmonisches System auf der Grundlage des geglie- 
derten Pfeilers. Die Fenster ihres Oberbaues haben die eigenthümliche 
Kathedrale von Lyon. 
der Oherfenster. 
Aeussere Architektur 
(Nnch Peyrä.) 
Strebesystem am Oberbau der Kathedrale von Clev- 
   
primitive Gruppenbildung von je drei Spitzbogcnöfnungen und drei klei- 
nen Rosen über diesen. Die Fagade, von einer flach dekorativen Anlage, 
ein nur geringes Verständniss des nordischen Motives bekundend, gehört 
in der Hauptsache den jüngeren Epochen an. 
Aehnlich, in einer Fassung von schlichter und kraftvoller Strenge, 
einige Bauwerke der angrenzenden Gebiete der französischen Schweiz: 
die Kathedrale von Lausanne, 1235-75, im Chor wiederum mit roma- 
nischen Reminiseenzen (burgundischen Styles), im Schiff mit einem Wech- 
sel von gegliederten Pfeilern und Säulen;  die jüngeren Theile der 
Kathedrale von Genf; und das Schiff von Nette-Dame zu Neuehatel, 
1276 geweiht. 
 Die Anlage dreier Kathedralen zeigt den unmittelbaren Anschluss an 
die ausgebildete Schule der nordöstlichen Districte Frankreichs, mit Modi-
        

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