Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692923
Periode. 
Zweite 
23 
und durchgebildetem Polygonal-Kapellenkranz uIh dessen Umgang, und 
der Aufbau des Inneren, Welche die vollendetste Ausbildung französischer 
Gothik zeigen; der Innenraum von abermals gesteigertem Höhendrange 
(das Mittelschiff 38 Fuss breit und 132 F. hoch), aber in" strengerem 
Adel durchgebildet, die Fensterarchitektur in schon reich gruppirter Ent- 
wiekelung ihres Stab- und Maasswerkes. Die westliche Hälfte der Ka- 
thedrale ist älter als die östliche; die letztere hat daher einige charak- 
teristische Elemente der schon jüngeren Entfaltung des Systems: jene 
unmittelbare Vereinigung der Triforien mit dem System der darüber be- 
ündlichen Oberfenster, im Aeusseren die Anordnung von Wimbergen (doch 
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iss der Kathedrale von Amiens. 
(Nach ViolIet-lc-Duc.) 
Kathedrale von Amiens. System des Schiff- 
baus. (Nach Viollet-le-Duc.) 
noch von sehr schlichter Fassung) über den letzteren, und zugleich eine 
schon zierliche Behandlung des Strebesystems. Von ansehnlicher Entfal- 
tung des Thurmbaues ist bei dieser Kathedrale abgesehen. Ein ursprüng- 
lich vorhandener Mittelthurrn wurde 1529 durch Brand vernichtet und 
darauf durch einen leichten Holzbau ersetzt. Selbst die Fagade erscheint 
ursprünglich nicht auf eine Krönung durch Thürme berechnet; sie bildet 
eine dekorative Bauvorlage von massiger Tiefe, in der üblichen Weise 
Sehr reich, doch nicht in sehr glücklicher Gesammtanordnung ausgestattet. 
Zwei später hinzugefügte Thurmaufsätze sind, weil die Grundüäche eines 
jeden nur ein halbes Quadrat ist, von ungünstiger Wirkung. (Ausseräem 
gehören noch einige andre Stücke späterer Ausführung an.)
        

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