Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692909
Zweite Periode. 
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gleich in einem eigenen Wechsel runder und pßlysonisßhäl" Formen) nflih 
einem bestimmten Princip durchgebildet; die Fenster 110011 111 Jenfßr Schhc t 
zweitheiligen Anordnimg, doch mit schon sehr reicher Rosenblldllng des 
Runds über den beiden Spitzbogenöifnungen- Das Strebesyäiem des 
Aeusseren mit den Anfängen dekorativer Entwickehääga 31113011 faxen bgnx; 
ten Arkadenschmuck über den Strebebögen eigen um 10 1'610 7 W 11 
auch in noch spielender Weise ausgestattet. Das gesammte Aeussere auf 
einen höchst reichen Thurmbau (über allen Ecken und uber der mlttleren 
Durchschneidung der Schitfel angelegt, von dessen 
  oberen Theilen aber nur die des westlichen Ea- 
F   adenbaues deren gesetzliche Entwickelung zu- 
!  ä-leich durch die erhaltenen Theile der älteren- 
t IÄtWUlMXtMLH Anlage beeinträchtigt war, zur Ausführung ge- 
 in'tiiltlltwtiiiyif  kommen sind. Dafür die Giebelseiten des Quer- 
 1' W ä baues in vorzüglich stattlicher und wirkungsrei- 
 ßj cher Entfaltung, mit vertretenden Portalhallen, 
  ifitlijittiivälllil  die im vollsten Maasse mit Sculpturen geschmückt 
   sind, bei denen aber diese Ausstattung einiger- 
{-11 iiilltllllitßi titilitiiittt maassen durch die architektonischen Hauptformen 
   zusammengehalten bleibt, und mit prachtvollen 
 Äitlttilltfttli  13„ 3 Rosenfenstern in ihren oberen Theilen.  Neben 
    der Kathedrale ist die Kirche St. Pere zu Char- 
"     tres zu erwahnen, ein verschiedenzeitiger Bau, 
Chorfenster d" Kathedrale von neben romanischen Theilen zugleich der strengern 
Chartres (Nach Fersussvlh) und lfgrtschreitenden Entwickelung" der Gothik 
ange orig.  
Hier-auf folgt die Kathedrale von Itheimsm 1212 gegründet, um 
den Schluss des Jahrhunderts, durch Meister Robert von Ooucy (gest. 
1311), vollendet: eine vollentwickelte Plananlage, doch im Unterbau noch 
mit den Elementen alterthümelnder Behandlung, im Querschiff sogar noch 
mit entschiedenen Romanismen, (von denen man sich überhaupt in der 
Ohampagne schwerer frei macht als z. B. in Isle-de-France), im Aufbau 
auf sclv sehr machtvolle Höhenwirkung berechnet (im Mittelschiff 38 F. 
breit und 115-120 Fuss hoch und dem entsprechend in kräftiger Weise 
durchgebildet; in den Oberfenstern das erste selbständige Entwickelungs- 
moinent des Maasswerksystenis, in noch völlig strenger Fassung; im 
Aeussern ein Strebesystem von klarer, einfach edler Durchbildung; der 
Aufbau des Aeusseren abermals mit glänzend reicher Thurmanlage von 
deren Obertheilen aber, nach einem Biiiande von 1481, nur diegder Facade, 
und auch diese ohne ihre krönenden Helmspitzen, übrig geblieben sind. 
Die Fagade, das klassische Muster des französischen Systems, in gleich- 
artiger Breitengliederung zwischen den Streben und in rhythmischer Folge 
der Geschosse; die Portale hallenartig zwischen den Streben vortretend, 
allerdings mit Sculpturen wiederum überladen, doch durch Giebelbauteä, 
ein erstes Beispiel der gothischen Scheingiebel wirksam gekrönt und a  
geschlossen; in dem glanzvoll durchgebildeten Itosenfenster des Mitteltheils, 
 
1 Denkmäler der Kunst, T. 50  51 
        

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