Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1696749
Die deutschen 
Schulen 
der Malerei. 
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Michael Wohlgemuth (1434-1519).' Bei grossem Talent zeigt 
sich die Absicht, scharf und entschieden zu charakterisiren, in den Wer- 
ken dieses Künstlers zumeist noch in auffälliger Einseitigkeit. Ohne sich 
einer eigentlich naiven Auffassung des Lebens hinzugeben, weiss er in 
denjenigen Gestalten, die eine idealere Bedeutung haben (namentlich in 
den Madonnen), die Grundzüge einer höheren Würde und einer, fast 
abstrakten Schönheit bisweilen glücklich auszudrücken, während er da, 
wo das Gemeine und Schlechte vorzustellen war, mit Absicht an karrikir- 
ter Hässlichkeit festhält. Man hat dies letztere zwar entschuldigt, sofern 
man in denjenigen Theilen seiner Werke, in denen solche Vorstellungen 
enthalten sind, vorzugsweise die Theilnahme der Gesellen nachwies; 
dennoch musste, auch vorausgesetzt, dass dies überall seine Richtigkeit 
habe, jedenfalls die Leitung, die künstlerische Bestimmung, das eigent- 
liche Wesen des Werkes von ihm ausgegangen sein, somit seiner Eigen- 
thümlichkeit das allgemeine und vorzüglich in die Augen fallende Ge- 
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Präge verdanken. Als Hauptwerke seiner Hand sind anzuüihren: D91" 
Altar in der v. Hallefschen Kapelle zum heil. Kreuz in N ürnbelig 
(Seit 1470), die Tafeln des Hauptaltares in der Marienkirche zu Zwickau 
(1479), ein Altar vom J. 1487, jetzt in die drei Gemäldesammhmgen 
 
' Vgl. v. Quandt, die Gemälde des M. Wohlgemuth in der Frauenkirche Zu 
Zwickau, etc.
        

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