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Die ital.
bild.
Kunst im
Jahrh.
Malerei.
fünf Halbfiguren von Heiligen in der Sakristei derselben Kirche, drei
andere in der Galerie des Vaticans, das Hauptbild mit der Himmelfahrt
Christi im Museum von Lyon, die Bilder der Predella in der Gemälde-
galerie zu Rouen); eine Madonna mit Heiligen in S. Maria nuova zu
Fano (1497 und in derselben Kirche eine noch vorzüglichere Verkün-
digung von 149,8); eine Madonna in S. Pietro lllartire bei S. Domenico
"zu Perugia (1498). Diesen Bildern schliesst sich noch ein höchst werth-
volles, die Erscheinung der Madonna bei dem h. Bernhard, aus S. Spi-
rito zu Florenz, in der Pinakothek von München, an. Dann folgt
(1500) ein Oyclus von Frescobildern im Collegio del Cambio zu Peru-
gia, einige biblische Soenen, Propheten, Sibyllen, Helden der Vorzeit,
allegorische Figuren u. dergl. vorstellend; und neben diesen ein schönes
Madonna, von Perugino, in der Galerie Pitti
zu Florenz.
Frescobild der Geburt Christi in S. Francesco del Monte bei Perugia.
Daran schliessen sich ferner: eine Madonna mit Heiligen in der Aka-
demie von Florenz (1500); die Heiligen am Hauptaltare von S. Fran-
cesco del Monte bei Perugia (1502); der Hauptaltar in S. Agostino zu
Perugia (1502); sodann ein aus der Certosa von Pavia stammendes
Altarwerk, dessen Haupttheile aus der Sammlung des Herzogs Melzi in
die Nationalgalerie zu London übergegangen sind (wahrscheinlich 1503
entstanden), und eine Anbetung der Könige, Wandbild zu Castello della
Pieve, Kapelle der Bruderschaft S. Maria de' Bianchi. Nach dieser
Zeit, etwa seit 1504, zeigt sich jedoch in Peruginds Bildern der Beginn
einer Hüchtigeren Behandlung, einer bequemen Wiederholung der Motive,
und in den späteren Jahren geht diese oberüächliehere Manier in ein