Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1695799
310 
Kap 
Die ital. 
Kunst im 
bild. 
15 
Jahrh  
Malerei. 
Gemälden seines Schülers im Fache der Malerei  des berühmten Bau- 
meisters Bramante. Dagegen ist Manches von dem Schüler des letzte- 
ren, Bartolommeo Suardi, der ebenfalls den Beinamen Bramantino 
führt, erhalten. Die Blüthe des letzteren reicht zwar bereits betliachtlich 
in das 16. Jahrhundert hinüber (er lebte noch 1529), doch haben seine 
Werke noch vorherrschend das Gepräge des früheren; er ist ein Künst- 
ler von grossem Talent, besonders was die Durchbildung der Modellirung 
betrifft, strebt aber mehr nach dem Auffallenden, als nach Einfachheit 
und Schönheit, Ein Hauptwerk seiner Hand ist die (verstümmelte) Pieta 
über dem Eingang der Kirche S. Sepolcro zu Mailand; Andres sieht 
Borgognoueß Krönung der Maria 
Sixnpliciano zu Mailand. 
in  
man in der Brera. daselbst. Als der liebenswürdigste Künstler der Schule 
von Mailand ist Ambrogio di Fossano, genannt Borgognone, zu 
nennen, der durch Zenale Lehre und Anregung empfulg. Aus den W'er- 
ken dieses höchst anziehenden Künstlers verschwindet der paduanische 
Styl bereits und es tritt dafür jene ursprüngliche Weichheit, verbunden 
mit de1n Ausdruck einer höchst liebenswürdigen Milde und Sanftmuth, 
einer jungfräulichen Reinheit und Innigkeit, hervor. In der Karthause 
bei Pavia ist von ihm eine bedeutende Anzahl von Fresken und Altar-
        

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