Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1695765
Die oberitalienischen Schulen. 
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sten Werke solcher Art ist u. a. das kostbare Altarbild mit dem h. Lu- 
cas und elf umherstehenden Heiligen (1453 angef.) aus S. Giustina in 
Padua, jetzt in der Brera zu Mailand, anzufuhren. Später jedoch mil_ 
dern sich diese Schroifheiten in sehr erfreulicher Weise; eine geläuterte 
Zeichnung und ein hoher würdiger Styl in der Composition, eine zartere 
Färbung und Modellirung, die schönste Vereinigung von Würde und 
Milde in den Charakteren, geben diesen Werken einen hohen Reiz. Im 
Allgemeinen lassen sich seine Gemälde in solche, deren Gegenstände 
unmittelbar der Antike entnommen sind, und in solche, welche dem Be- 
reich der christlichen Anschauung angehören, unterscheiden. Als das 
umfassendste Werk von jenen ist eine Reihenfolge von 9 grossen, mit 
Wasserfarbe auf Leinwand gemalten (leider durch Uebermalung arg ent- 
Pietä von Andrea Mantegna. 
Nach 
deni Original im läerlincr Museum. 
stellten) Bildern zu nennen, welche den Triumphzug Cäsars darstellen 
und sich gegenwärtig im Schlosse Hamptoncourt in England befinden; 
in ihnen verbindet sich eine tiefe Versenkung in den Sinn des Alterthums 
ungemein glücklich mit naiver Auffassung des Lebens. Noch manche 
kleinere Bilder schlicssen sich dieser Richtung an; Vorzüglich bedeutend, 
aufs Zarteste und Anmuthvollste durchgebildet, eine Darstellung des Par- 
nasses im Pariser Museum. Hierher gehören auch, zum Theil, die 
Wandgemälde, mit Welchen er (1474) den herzoglichen Palast zu Man- 
tlla schmückte, und von denen noch Einiges wohl erhalten ist. Unter 
den kirchlichen Gemälden Seiner Jugenclepoehe ist zunächst ein grosser
        

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