Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1695577
288 
II. Kap. 
Die ital. 
bild. 
Kunst im 
Jahrh. 
Sculptur. 
gehört zunächst Miho da Fiesole (gest. 1486), ein Schüler des Desiderio 
da Settignano, der zuweilen der Grazie seines Meisters nahe steht, zu- 
weilen aber auch als ein mehr inanierirter, obwohl stets zierlicher Nach- 
ahmer desselben erscheint. Die Werke dieses Künstlers sind sehr zahl- 
reich. Hier mag es genügen, nur auf einige der bedeutendsten aufmerk- 
sam zu machen. Zu diesen" gehört besonders jene schon S. 248 erwähnte 
Reihe von Arbeiten in der Kirche der Badia von Florenz: das Grab- 
monument des Hugo voniAndeburg (1481), ein Altar mit einer Madonna 
zwischen zwei Heiligen, eine Madonna über der Hauptthüre der Kirche, 
u. A. aDann einige Tabernakel in S. Croce und S. Ambrogio zu Flo- 
renz; mehrere Arbeiten im Dome von Fiesole, namentlich das Grab- 
monument des Licnardo Salutati (1466); eine Marmorkanzel in der Dekanei 
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Relief vomr Grabmal Marzuppini von Desiderio da Settignnuo. 
von Prato, u. s. w. In Rom ist von ihm das Grabmal Papst Pauls II. 
(gest. 1471), jetzt in einzelnen Stücken in der Krypta von S. Peter an- 
gebracht, in den einzelnen Hochreliefiiguren sowohl als in der grossen 
Lunette mit dem Weltgericht ganz wesentlich malerisch aufgefasst, sogar 
an flandrische Vorbilder erinnernd.  Sodann werden zwei vorzügliche 
kleine Heiligenstatuen, Johannes der Täufer und S. Sebastian in S. Maria. 
sopra Minerva zu Rom dem Mino zugeschrieben; ebendaselbst die 
scheinbar schlummernde Grabstatue des jungen Franeesco Tornabuoni. 
EinWandtabernakel mit Engeln etc. im Relief, in S. Maria in Trastevere 
zu Rom, vollkommen dem Realismus der gleichzeitigen Horentinischen 
Malersehule entsprechend, mit Mino's Namen bezeichnet. Ein Altarrelief 
in S. Pietro zu Perugia, Mehreres im Berliner Museum u. a. m. Dem 
Mine schliessen sich noch andere iiesolanische Bildhauer von Bedeutung 
an, wie besonders der, etwas jüngere Andrea Ferucci, von dem das 
schöne Relief über dem Taufbrunnen des Domes von Pistoja herrührt. 
Bedeutender als beide ist aber Benedetto da Majano (1444 bis 1498), 
als dessen Hauptwerke das Grabmal des Filippo Strozzi in S. Maria No- 
vella zu Florenz mit einer höchst reizvollen Madonna, die reichge- 
schmückte Marmorkanzel (mit höchst vorzüglichen Reliefs aus der Ge- 
schichte des h. Franciscus) in S. Oroce, und das in Thon gebrannte
        

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