Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1695553
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II. Kap. 
Die ital. 
bild. 
Kunst im 
15. Jahrh. 
Sculptur. 
zu Venedig, vor der dortigen Kirche S. Giovanni e Paolo. Untel 
seinen seltnen Marmorwerken ist ein Relief im Museum von Florenz, 
den Tod der Gemahlin des Fr. Tomnabuoni vorstellend (von ihrem Grab- 
male entnommen) hervorzuheben; diese Arbeit ist durch das hastig Lei- 
denschaftliche des Ausdruckes beachtenswerth.  Von Andrea Verocchic 
wird bemerkt, er habe zuerst den Gebrauch eingeführt, Körpertheile be- 
hufs des Studiums in Gyps abzuförmen; dieser Gebrauch habe sodann 
Anlass gegeben, dass man in solcher Weise sich Bildnisse der Verstor- 
benen erhalten habe. Auch sei man hievon zu der Fertigung von Wachs- 
bildnissen übergegangen, indem man die aus Wachs gebildeten nackten 
Kopf des Lorenzo Magniüco. 
nach dem 
Original im Berliner Museum. 
Körpertheile naturgemäss bemalt, das Uebrige aber aus wirklichen Haa- 
ren und Gewandstolfen hergestellt habe. Man arbeitete in dieser Weise 
ganze Portraitstatuen und stellte dergleichen öffentlich in den Kirchen auf, 
was als eins der vorzüglichst charakteristischen Zeugnisse für die reali- 
stische Richtung der damaligen Kunstinteressen gelten dürfte. Der vor- 
züglichste Meister in solchen Dingen, der sich zugleich besondrer Unter- 
stützung von Seiten des A. Verocchio zu erfreuen hatte, war Orsino- 
Das Berliner Museum bewahrt einige, in ihrer Art treffliehe Portrait-
        

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