Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1694809
Vierte Periode. 
211 
Auch der Profanbau erlangt in dieser Spätzeit den Reiz mannigfach 
malerischer Anlage und reicher Ausbildung. Das edelste Werk dieser 
Epoche ist das Haus des Jacques Coeur zu Bourges, 1443-53 erbaut, 
eine völlige Schlossanlage, die sich in edler Gestaltung um einen Innen- 
hof reiht.  Sodann zu Paris das Hotel de Cluny, die ehemalige Resi- 
denz der Aebte von Cluny, vom Ende des 15. Jahrhunderts.  Dem ita- 
lienischen Meister Fra Giocondo, und zwar wohl mit Unrecht, wird das 
30111088 M eillßllt bei St. Amand zugeschrieben, ein Bau von üppig 
phantastischer Ausstattung.  In geschmackvoll prächtiger Weise aus- 
gebildet das Hotel des Ambassadeurs (auch 
ä Hotel düingleterre) zu Dijon; in einfache- 
ii rer Art, mit vielen maasswerkgeschmückten 
f   Dacherkeindas Schloss von J osselin und 
 .  i Ziänfiiäiflmäitiiiliil  lll? tääiiäslii 
hohe. 4'. l'i- 
jä   der Normandie, namentlich zuRouen. Als 
71'  Prachtstuck reichster Dekoration die Jünge- 
jpef yfwvttg.   renThe1le(1499) des Palais de Justice, 
 f, 3   die älteren von 1493 einfacher; besonders 
 yysvhrpns-i b - die obere Bekrönung ein Musterbeispiel 
tygrtartgd  klhh t 1.. d   
  i. _u ns er, g anzen ster, aber auch willkur- 
     i ' lichster Dekoration. 
 Unter den Stadthäusern verdient das" 
 götelhde ville von St. Queiitin besondere 
    rwä nung, eine tüchtige Nachahmun 
 iiandrischer Vorbilder. Schlichter das zä 
 Noyon und das zu Saumur. Sodann ein 
  t, e.   i m er au ein er es  
   i Jahrhunderts. i 
   
„  Die Sü dlande beharren bei der bunten 
 '  F "   Mannigfaltigkeit der Richtungen, welche 
V03 gääpäilüäel tdes Palais de Jusqce schon die vorhergehende Epoche kennzeich- 
  Thelle- net. Der Chor der Kathedrale von Tou- 
  louse schliesst sich, in den Detailfomien 
der Spafzeit, dem Schema der nördlichen Schule an; die Kathedrale von 
Auch, Seit 14:39 erbaut, und die Kirche S. Michel zu Bordeaux, 
fllese 1850911 mit geradeni Chorschluss, haben verwandte Elemente des 
Inneren Aufbaues.  _Reich entwickelte Thurmanlagen nach nördlichem 
SYSÜGIII finden Slßh bel der Kirche von Mirepoix, der 1362 begonnenen 
Kathedrale von Mßllde, und in vorzüglich stattlicher Anlage und zier- 
leher Durchbildung an der Kathedrale von Rhodez.  Ferner gehört 
hleher das Praßhtvßlle Querschiif der Kathedrale von Limoges. Höchst 
bedeutend sodann die im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert datirende 
Knolle Sf- Nizißl" Zu Lyfm, in breiten, schweren Verhältnissen mit 
gedrückten Scheidbegßn, brlußlltell Gewölben und bunten Fenstermaass- 
Werken aufgeführt. -In der PPOVEIICG gehören die Haupttheile der Kirche!
        

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