Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1694677
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Die Kunst des gothischen 
Styles. 
Die Sächsischen Lande entwickeln in dieser Spätepoche eine un- 
mein reiche bauliche Thätigkeit. In Braunschweig fährt man fort 
besonders die Glockenhäuser und die Chöre stattlich auszubilden. Die- 
M artinikirche erhielt in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ihren 
Ohorschluss, und im J. 1434 die reich geschmückte Anna-Kapelle. 
Derselben Zeit gehören die Chorschlüsse der Katharinen- und der 
Magni-Kirche und der stattliche iweischiffige Ausbau des nördlichen 
Seitenschjßes am Dom vom J. 1469.  Eben daselbst wurde eins der 
zierlichsten und elegantesten Beispiele deutscher Profanarehitektur, das 
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Nordportal des Dorns zu Merseburg. 
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Altstadt-Rathhaus besonders im Laufe des 15. Jahrhunderts errichtet, 
ein Bau von zwei aneinanderstossenden Flügeln, unten mit offnen Hallen, 
oben mit glänzender Loggia.  Einfachere Profanbauten dieser Zeit be- 
sitzt die benachbarte Stadt Goslar in ihrem Rathhaus und der Worth. 
Der Dom zu Magdeburg erhielt gegen 1520 den reichen Ausbau 
seiner Faeade, besonders des bunt dekorirten Glockenhauses und der 
durchbrochenem Thurmhelme, an denen noch 1574 gebaut wurde. Am 
Dom zu Halberstadt gehört vornehmlich in diese Zeit die Ausbildung 
des Querschiffes und die Ausführung eines brillant dekorirten Lettners 
vom J. 1510. Ein andrer Lettner von 1458 im Dom zu Magdeburg, Die 
meisten übrigen Kirchen dieser Gegend nehmen die Hallenanlage auf. 
S0 besonders in Halberstadt die Martinikirche mit stattliehem
        

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