Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1694586
Vierte Periode. 
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des 15. Jahrhunderts erneuert und 1455 im Wesentlichen vollendet, ein 
Hochbau mit entwickeltem Strebesystem, dabei ein Thurm mit schlanker, 
durchbrochen gearbeiteter Spitze, an die Thürme von Strassburg und Ess- 
lingen erinnernd.  
Ein ausgedehnter, vielfach eigenthümlicher Bau ist sodann der Chor 
des Münsters zu Freiburg, seit 1471 durch Meister Hans Niesenber- 
ger aus Gratz erbaut, 1513 geweiht, langgestreckt mit niedrigem Um- 
gang und Kapellenkranz, nicht ohne Wunderlichkeiten der Anlage und 
 Ausbildung, namentlich in der 
H.   Fensterbehandlung und der-Stre- 
   Yqxxf, bebogenghederung. Die Ge- 
 wölbe zeigen bunte Netzver- 
f Äölxif" K, schlingungen.  Ebendaselbst 
4111,17  gehört das Mauthgebäude 
 "ixhf P noch in diese Epoche, eine tiefe 
 ixfjff" hliiflff, "Ä Halle auf Rundpfeilern, darü- 
  4,11, g 4.. pf l 3. f x    
 Bei"   ,  f, o, ber zierlich dekonrte Fenster 
32,11:  Rieger", a,   ilgy und auf den Ecken Erker. 
j  f,   , IX,  Am Mittelrhein iinden sich 
 fjrgxg    jjxf , 3,554, die wichtigsten Denkmäler die- 
.7 '  K?  ser Epoche zu Frankfurt, und 
 x  x '   I. unter diesen wieder als d 
ie1 a. 
i,   x am;   3,:  bedeutendste der Thurm des 
ß e;   Doms, ein klar durchgebilde- 
Freßivrg  "Ä '  K, II "i i ter, doch unvollendet gebliebe- 
Chor-Gruudrisskälstshliäpäääif: von Freiburg.  rvärl? gI-eiliäeäö  
dern Gertener begonnen 
wurde. "Vierecki mit zierlich entwickelten Strebemassen venün t er 
sich achteckig, ächliesst sodann jedoch, statt einer schlanken] Siitze, 
mit einer maasswerkgegliederten Kuppel. Drei verschiedenartig modi- 
iicirte Entwürfe zur Spitze haben sich erhalten, deren einer von Meister 
Hans von Ingelheim, der seit 1480 am Dom thätig war. 1512 wurde 
der Bau geschlossen.  Ferner ebendaselbst die kleine St. Leonhards- 
kirche, der Chor 1434 erbaut, das kurze hallenartige Schiff fast qua- 
dratisch angelegt, mit Abseiten und Emporen; die Nikolauskirche, 
ebenfalls ein Hallenbau mit einem Scitenschiüe und wirksam abgeschlos- 
senem und gekröntem Thurmbau; endlich die Halle des Hciligengeist- 
hospitals, um 1461 vollendet, zweischiftig mit Gewölben auf mittleren 
Rundpfeilern. 
Andre Bauten dieses Bezirks sind: die Heiligengeistkirche zu Hei- 
delberg (1400-14); die Kirche zu Ladenburg, von Neustadt an 
der Hardt; der Chor der Kirche zu Höchst (1443); die Stiftskirche von 
Alzey (1485); die Ruine der Nonnenklosterkirche Rosenthal in der 
Hardt, einschiftig mit ausgedehnter Empore und zierlichem Thürmchen 
auf dem Westgiebel; die originelle Kirchhofskapelle zu Kiederich; die 
Taufkapelle des Doms zu Worms, die Kreuzgänge beim Dom und bei 
St. Stephan zu Mainz u. a. 
        

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