Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1694475
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Die Kunst des gothischen Styles. 
lich in Padua thätige Künstler, welche die Schranken des giottesken 
Styles durch eine schärfere Charakteristik in Ausdruck und Geberde und 
eine vielseitigere malerische Durchbildung beträchtlich überschreiten. Der 
eine davon ist Aldighiero da Zevio; von ihm rührt eine Reihenfolge 
von Wandgemälden her, welche sich in S. Antonio zu Padua (Kapelle 
S. Felice) befinden und etwa um das Jahr 1370 gemalt wurden; es ist 
der grössere Theil derjenigen Gemälde, welche die Geschichte des heil. 
Jaeobus major enthalten. Die späteren Gemälde dieses Oyclus und die 
in derselben Kapelle befindliche Darstellung der Kreuzigung sind von 
Jacopo dlAvanzo ausgeführt, der auch die umfassenden Wandgemälde- 
der Kapelle S. Giorgio (nahe bei S. Antonio) zu Padua, in denen ver- 
schiedene biblische und legendarische Darstellungen enthalten sind, seit 
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1377 fertigte. Diese Arbeiten des Jacopo haben für die Entwickelungs- 
geschichte der italienischen Malerei einen ganz besondern Werth; ohne 
zwar der Gedankentiefe eines Giotto oder Orcagna gleich zu kommen, 
zeichnen sie sich durch das lebenvolle Eingehen auf das Vorbild der 
Natur, besonders aber durch eine klare und bewusste Auffassung der 
Gesetze der farbigen Erscheinung und der Perspective aus, welche sogar 
hie und da in ein Streben nach optischer Täuschung übergeht; in ihnen 
tritt zum ersten Mal die wesentliche Bedeutung der Malerei hervor. 1  
Ein andrer, seiner Zeit berühmter Meister war Guariento, der u. a. 
auch in Venedig 1365 im Saale des grossen Rathes ein Wandbild des 
Paradieses malte.  Gleichzeitig mit diesen Meistern arbeiteten in Padua 
allerdings andere Nachfolger der Schule Giottds, in deren Händen der 
Styl dieser letztern nur in ziemlich abgestorbener Weise zu Tage tritt; 
Giovanni und Antonio Padovano (Fresken des Baptisteriums und der 
Kapelle S. Luca in S. Antonio), später Giovanni Miretto (um 1420, 
höchst ausgedehnte Fresken astrologischen Inhaltes in der Sala della 
 
1 E. Förster, Paduanische Wandgemälde.  
d' Avanzds sind die Akten noch nicht gesohlossen. 
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Namen 
und 
Herkunft:
        

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