Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693671
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Die Kunst des gothischen Styles. 
Chor in verwandter Anlage hinzugefügt, doch mit Erhöhung des Mittel- 
sehiffs, ohne dass indess dadurch selbständige Oberlichter erzielt würden. 
Die Verhältnisse sind weit und licht, hallenartig, die Details im Einzelnen 
schon nicht ohne Willkür; am Aeusseren wird das gewaltig hohe lastende 
Dach zum Theil durch brillant dekorirte Seitengiebel verdeckt. Der 
Thurmbau gehört der folgenden Epoche.  Ein anderer, minder umfang- 
reicher Bau daselbst, S. Maria am Gestade, oder Maria Stiegen, 
datirt ebenfalls aus zwei Epochen: der einschiflige, lange Chor mit zier- 
lieh reicher Dekoration ist um die Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen 
und bald nachher ausgeführt; das ebenfalls einschiftige, unregelmässig 
anschliessende Langhaus seit 1394 hinzugefügt. Die spielend dekorativen 
Formen des Aeusseren, namentlich der Thurm, gehören der folgenden 
Epoche an.  Ebenfalls einsehifüg, in einfach edlen Formen durchge- 
führt, mit einem achteckigen Thurm auf dem Chor ist die Kirche der 
Karthause Gaming, 1332-42 erbaut; von ähnlicher Anlage die Kirche 
der Karthause Aggsbaeh bei Melk, vom J. 1380; bedeutend erscheint 
X der Chor der Stiftskirche zu Z wetl, 
v.  1343-48 erbaut; ferner die edel 
 x- durchgebildete, mit dreifachem Po- 
  i: lygonchor und zierlich durchbro che- 
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  H fahrtskirehe von Strassengel bei 
     Gratz 1346-55 erbaut endlich 
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Grundriss des Dääiszlxaaiinlräaschüß- (Nach Jigilf, äeieh (ä-gkorirtgn Fagadenblßäu 
 ver in et, eine bemerkenswert e 
Stellung einzunehmen. Die Gründung des Baues fand angeblich 1334 
statt; die glänzendere Ausstattung des AeuSSeren gehört der späteren 
Epoche.  Ferner in Ober-Ungarn: die Kirche von Bartfeld, die Ruine 
der Klosterkirche von Szent-Lelek (H. Geist) aus der zweiten Hälfte 
des 14. Jahrhunderts u. a.  Im Südwesten sodann die Kirche von Kesz- 
thely am Plattensee, einschiftig, mit grosserFensterrose an der Westseite, 
und polygonen Diensten.
        

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