Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1693540
Zweite Periode. 
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bereits Werke von ausgezeichneter Bedeutung: ausser dem nicht mehr 
vorhandenen Grabmonumente Papst Urban's IV. (gest. 1264) zu Perugia 
den grossen Brunnen auf dem Domplatze daselbst 
 i (um 1280,  wenigstens den grössern Theil der 
  daran beiindlichen Sculpturen,) die reiche Aus- 
 "k?  stattung des Hochaltars im Dom zu Arezzo (seit 
I? f " _ 1286) u. a. m. Er weiss seinen Gestalten häufig 
l 7'  h" einen Zug schlichter Grösse und einfachen Linien- 
t l  Verhältnisses zu geben, der in der That noch dem 
Ä f  x in der frühgothischen Bildnerei des Nordens vor- 
iy   _ herrschenden Grundgefühle entspricht. Aber er 
t  l t j bekundet zugleich die Schritte weiterer Entwicke- 
' X f v lung; er gehört mit einem Theile seiner Werke 
4  auch äusserlich bereits dem 14. Jahrhundert an; 
lt I er steht im Uebrigen an der Spitze einer grossen 
Schule, einer umfassenden Stufenfolge von (nicht 
allein im Fache der Bildhauerei thätigen) Künst- 
lern, deren Streben und Wirksamkeit wesentlich 
i der folgenden Periode anheimfällt. Es ist sonaeh 
1 angemessen, seine nähere Besprechung der letz- 
 teren vorzubehalten. 
ä Hier sind dagegen noch ein Paar andre Werke 
X vom Schlusse des 14. Jahrhunderts einzureihen, 
Engelgestalt, vom Grabmale des Arbeiten von der Hand des Giovanni Oosma 
 säü 81x53- zu R_om: das Qrabmonurfnent des Bischofs Duran- 
  "duqgincourtf t dus in S. Mama sopra Mmerva und das des Kar- 
dinals Consalvo (gest. 1299) in S. Maria maggiore. 1 
Die Gestalten ihrer einfachen bildnerischen Ausstattung sind durch das 
Gepräge stiller Weihe ausgezeichnet. 
Pßni 
811. 
Ueber die spanische Sculptur der gothischen Frühepochen fehlt es 
an näherer Mittheilung. Zu erwähnen ist, dass die Querschißportale der 
Kathedrale von Burgos die übliche bildnerische Ausstattung haben und 
in diesen Arbeiten die schlichten Typen des 13. Jahrhunderts,  wie es 
scheint: mit fein belebten und empfundenen Einzelmotiven,  zur An- 
schauung bringen. 
Ma 
erei. 
Auf die Malerei 
ebenso gewichtigem, 
als auf die Sculptur. 
War die Einführung der gothisehen Architektur von 
in gewissem Betracht von noch grösserem Einüusse 
Auch ihr wurden in inniger Verbindung mit jener 
1 Es sind dieselben Monumente, die wegen ihrer Arehitekturform (I, S. 578) 
und wegen der an ihnen befindlichen Mosaikmalereien bereits I, S. 578 erwähnt 
wurden. 
        

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