Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692175
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692528
Vorwort. 
VII 
Unterstützung eines Mannes, den die Fachkreise als einen der feinsten, gründ- 
lichsten und gewissenhaftesten Kunstkenner schätzen, des Herrn Otto Mündler. 
lMit seltner Uneigennützigkeit überliess mir mein verehrter Freund eine Fülle der 
werthvollsten Bemerkungen, kritischen Notizen und kunsthistorischer Aufzeich- 
nungen, die namentlich die Geschichte der Malerei betreffen. Wenige haben so 
viel und so gut gesehen, noch Wenigere wissen vom Gesehenen so geistvoll 
Rechenschaft zu geben: wie Wenige aber würden ein reichhaltiges, unter Mühen 
und Opfern aller Art gesammeltes Material, das eine Menge ganz neuer Beobach- 
tungen, unbekannter Thatsachen, wichtiger Entdeckungen enthält, so edelmüthig 
Preisgeben, auf Ruhm und eigne Erfolge verzichtend, bloss um der Sache der 
Wissenschaft zu dienen! Die Kenner werden überall die Spuren dieses gediegenen 
Forschers bemerken und sich mit mir vereinigen, dem treiflichen Manne den 
verdienten Dank zu zollen. Vieles von seinen Bemerkungen habe ich sammt 
meinen eigenen Reisenotizen dem Text eingearbeitet. Andres, das in ausführ- 
licher, zusammenhängender Form vorlag, wurde in besonderen Noten imterge- 
bracht und durch die Namenschiifre „O. M." das geistige Eigenthum des Ver- 
fassers gewahrt. 
Durch alle diese reichhaltigen Zusätze hat das Handbuch, wie ich denke, 
eine seiner Bedeutung entsprechende Fortbildung erfahren und sich vom Ziele 
des Verfassers, stets auf der Höhe der fortschreitenden Forschung zu bleiben, 
wenigstens nicht entfernt. Was den Styl der Darstellung anlangt, so musste das 
Halllltbestrebell nach knapper, präciser Fassung festgehalten und innerhalb der 
engen, durch den Zweck eines Handbuches gebotenen Scluanken eine möglichst 
bestimmte, treffende Charakteristik des Einzelnen, im Sinne des Verfassers, versucht 
werden. Dass es seine besonderen Schwierigkeiten hatte, eine Menge eigner und 
fremder Notizen mit dem ursprünglichen Texte zu verbinden und eine so rein 
ciselirte, scharf geprägte, blinkende Form gleichsam nochmals in Fluss zu bringen, 
um der Mischung alle die neuen Bestandtheile einzuschmelzen, bedarf keiner 
weiteren Ausführung. Wie ein Fremder bei solcher Arbeit nie etwas Vollkom- 
menes leisten kann, wie in dem vielfachen Zusammenstoss der unerbittlichen 
Nothwendigkeit mit der Pietät gegen das Vorhandene selbst der Gewandteste 
Sich nur unsicher und zagend bewegen wird, darf ich den zum Urtheil Berufenen 
im Vertrauen auf eine gebührende Berücksichtigung der Verhältnisse in's Ge- 
dächtniss bringen.  
Dass ich die Illustration des Buches bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts 
fortgeführt habe, wird, wie ich meine, Beifall, dass ich sie dort abschhessen lass? 
holfentlieh Billigung finden. Zur Begründung dieses Verfahrens efqnnere .101 
daran, dass das Handbuch nicht für Anfänger bestimmt ist, sondern eine gewlsse 
Kenntniss und Orientirung, wie sie aus vorbereitenden Werken geßßhopft werden 
kann, voraussetzen muss. 
Endlich habe ich wegen der Umarbeitung des Schlusskapitels „üb e 1' d i e KUR St 
d 61' G e g e n w a. rt" Rechenschaft abzulegen. Als die erste Auflage des Handbuches
        

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