Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687064
IISIIUIIOTB]. 
Karthagds haben sich keine Reste erhalten. An den 
andern phönicisch-afrikanischen Küstenstädte finden 
mächtigen Uferbaues.   
Stätten einiger der 
sich Ueberbleibsel 
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Auch die bildende Kunst der Phönicier verräth ihre entschieden pri- 
mitive Grundlage darin, dass die Götterbilder zum Theil aus rohen Stei- 
nen oder einfachen Steinkegeln bestanden. Dann tritt eine ungeheuerliche 
Vermischung menschlicher und thierischer Formen ein. Zuweilen wird 
der Anfertigung goldner Götterbildei- gedacht, wie solche namentlich auch 
bei den Hebräer-n, in der Zeit vor David, vorkameil. ,Was erhalten und 
mit einiger Sicherheit den Phöniciern als selbständiges Eigenthum zuzu- 
schreiben ist, zeigt gänzliche Abwesenheit künstlerischen Sinnes; es ist 
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nichts daraus ersichtlich als ein sehr kümmerlichcs Genügen an noch völ- 
lig embryonischen Gebilden. Solcher Art ist eine Menge verzerrter klei- 
ner Idole, die in Sardinien gefunden sind und deren sich auch sonst Bei- 
spiele aus dem Alterthum, erhalten haben. 1 Einige auf Malta, in dem 
Heiligthum von Hadjar-Chem, entdeckte Figuren haben abscheuliche 
schlauchartig gedunsene Formen? Eine Anzahl von Votivpfeilern, die 
sich im Gebiete des alten Numidiens, dem heutigen Algerien, gefunden 
haben und die 1nit puniseher Schrift und mit Bildwerk versehen sind, zei- 
gen in der Behandlung des letzteren ein durchaus kindisches Verhaltenß 
Am lllerlnvürdigsten dürfte eine etwa drei Fuss hohe, an einen Pfeiler 
lehnende Figur sein, welche zu Cherchell (Caesarea) in Algerien ge- 
funden ist und in welcher man den phönicischen Gott Aschmun oder Es- 
1 Gerhard, a. a. O. t. 4, ö.  2 Kunstblatt, 1841, N0. 52.  3 Gesenius, 
scriptxuae linguaeque phoeniciae monumenta, t. 21-26. Annali delP instituto ar- 
cheoL, XIX, tav. d'agg. J. Revue archäologique, VI, p. 15 ff. pl. 110.
        

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