Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1686992
Pcrsepolitanische Bildnerei. 
Nicht minder charakteristisch und eigenthümlich als die Architekturen 
von Persepolis sind die an ihnen befindlichen hildnerischen Reliefs. Der 
künstlerischen Epoche und Richtung, welche sie vergegenwärtigen, ist 
ausserdem nur noch eine Reliefdarstellung zuzuzählen, die sich an der 
Nordwestgränze Persiens, zu Behistan oder Bisutun (unfern von Ker- 
manschah), an hoher Felswand befindet. 
Dies Denkmall ist das frühste bekannte Werk eigenthümlich persi- 
scher Sculptur. Es gehört den ersten Jahren der Regierung des Darius 
an und feiert, in einfacher Darstellung und durch sehr ausführliche In- 
schriften erläutert, seinen Sieg über eine Anzahl von Widersachern. Der 
Styl ist schlicht und streng, die Behandlung nicht sehr durchgeführt, die 
Auffassung aber naiv und in den Gestalten etwas Frischeres als bei den 
späteren Arbeiten. Es ist das einzige eigentlich historische Bildwerk der 
persischen Kunst. 
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Relief zu Persepclis. 
Die Bildwerke von Persepolis haben es zwar ebenfalls mit der 
Verherrlichung einzelner Könige  namentlich des Darius und Xerxes  
zu thun; aber es ist nicht mehr, wie in der ägyptischen und der assyri- 
sehen Kunst, die einzelne That, die den Gegenstand der Darstellung aus- 
macht:  es tritt ein Allgemeineres an deren Stelle, es handelt sich um 
die Verherrlichung des Königthumes überhauptvwie dieses in der persi- 
schen Dynastie seinen geheiligten Ausdruck gefunden hatte und durch 
jene Herrscher verkörpert ward. Die für öHentliche Repräsentation be- 
 
et Flandin, 
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