Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1686965
Perser. 
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charakteristisch griechischer Weise kanellirt ist, und Pfeiler, die vielleicht 
Thürpfosten waren. An einem dieser Pfeiler ist das Reliefbild eines vier- 
  gefiiigelten Mannes, der sich inschriftlich als 
"fwlixifylx.  b  f!" Oyrus 12a eikegen gibt, in einem, der assyri- 
istßl sßtaeei-  Sehen uns  r nahe Stehenden Sßyle w- 
 sv    1  gefuhrt und mit einem Hauptschmucke versehen, 
ix  '14 welcher den symbolisch bedeutsamen Kopfzigr- 
 s 5,53114]  den der ägyptischen Kunst entlehnt ist.  
 M, {Ii-gi Ferner das Grabmal des Oyrus, den Berichten 
  .   der Alten über dasselbe entsprechend, (heute 
ist;   "das Grab der Mutter Salomds" genannt und 
  [wir  solches verehrt): eine kleine Stirfenpyra- 
 ß tiy L1, mlde von babylomschem Charakter, 16V, Fuss 
T?" iil  H. utbälmi hoch, oberwärts mit einem kleinen Tem el- 
yj;  g. -liä,ß in, xi     P 
  ggf "a"   1,; hauschen, welches nach Jenen Berichten als 
3,91"    das Grabgemach des Königes diente und mit 
z, l "jl, x 1' reicher Goldausstattung versehen war. Die 
 , i, X Gesimse dieses Häuschens tragen, obgleich in 
 W  l lflm ganz einfachem Charakter; doch mit Entschie- 
Üiflilllhäl, denheit das griechische Gepräge. Die Reste 
  läi einer, das Denkmal umschliessenden Säulen- 
Bild des Cyrus zu Pasargadä. ätellnng entsgrechen völlig den ebengenannten 
äulen des allastes.  Ausserdem sind eben- 
dort noch die Reste einer Citadelle und eines kleinen, einfach ausgestat- 
teten Feuertempels. 
Persepolis. 
Der jüngere Stammsitz ist Persepolis, südlich von Pasargadä, zur 
Seite der Ebene von Merdascht. Die dortigen Denkmäler gehören v0r-, 
zugsweise der Glanzzeit des persischen Reiches unter Darius Hystaspis 
und Xerxes (521-467 v. Ohr.) an. An ihnen erscheint ein wiederum 
entschieden eigenthümlicher Styl ausgeprägt. Sie bestehen aus den an- 
sehnlichen baulichen und bildnerischen Resten des grossen königlichen 
Pallastes von Persepolis, die am Fusse des Berges Rachmed liegen und 
gegenwärtig Takht-i-Dschemschid (Thron Dschemschids) oder Tschihil- 
Minar (die vierzig Säulen) genannt werden; aus den_ Resten kleiner Bau- 
anlagen, namentlich dem sogenannten Pallaste von Istakhr (oder dem 
Harem Dschemscliiäs); und aus den in den Fels gemeisselten Grabfagaden 
mit architektonischer und bildnerischer Ausstattung, theils am Berge 
Rachmed, theils an der Felswand, welche den Namen N aksch-i-Rustam führt. 
Persepolitanische Architektur. 
Das Architektonische ist an diesen Denkmälern gleichartig behandelt, 
an den Grabfagaden in etwas vereinfacht, dafür aber den Zusammenhang 
Ku gl e r, IIaudbuch der Kunstgeschichte. I. 5
        

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