Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692078
IUIIIZIILLIBUIIGII Dßy 185a 
IXIIIISII (165 
U16 
von jüngeren Heiligen, Scenen aus der Geschichte des Täufers. Sie 
scheinen den Werken nordischer Wandmalerei verwandt zu sein, in den 
Einzelgestalten mit der Darlegung machtvoller Würde, in den historischen 
Scenen mit den durchgehenden Zügen kühner und leidenschaftlicher Be- 
wegung, dem zuerst erreichbaren Darstellungsmittel für ein innerlich er- 
regtes künstlerisches Gefühl. 
An diese Vorgänge knüpft sich die Thätigkeit eines jüngeren t0sca- 
nischen Meisters an, des Giovanni Cimabue von Florenz, angeblich 
1240 geboren, bald nach 1300 verstorben: Zwei grosse Tafelbilder der 
Madonna, beide zu Florenz, folgen im allgemeinen Motiv der Darstel- 
lung wiederum den byzantinischen Mustern; das ältere, aus S. Trinitä 
und gegenwärtig in der Akademie, noch in verhältnissmässig strengerem 
Anschluss; das jüngere, in S. Maria Novella, 1 mit Engeln zu den Seiten 
der Madonna und zahlreichen Medaillons mit den Brustbildern heiliger 
Personen auf den Rahmen, in einer Umbildung, welche das Ueberkommen 
 "N X AN 
 Nr x 
S- 
'31 
"X K 
k  
 17 
ß 
CimuQÜVQ.  
Johannes der Evangelist, von Gimabne. Vom Rahmen des Madonneubildes in S. 
Novella zu Florenz. 
Maria 
schon in freier Würde und naiver Naturbeobachtung wiederzugeben ver-- 
mag.  Dann ein Cyklus von Wandmalereien im Langschifl der Ober- 
kirche von S. Francesco zu Assisi: an den Gewölbfeldern einzelne Dar- 
stellungen heiliger Personen, ebenfalls in herkömmlich feierlicher Anord- 
nung, die des mittleren Gewölbequadrats am Meisten in ihrer Ursprüng- 
lichkeit erhalten, diese zugleich durch eine dekorative Umgebung von 
entschieden antikisirender Auffassung bemerkenswerth; an dem Obertheil 
der Wände historische Scenen der ersten Bücher des alten Testaments 
und der Geschichte Christi, die, zwar noch ohne charakteristische Durch- 
bildung der Einzelformen, sich doch ebenso durch ein sinnvolles Erfassen 
des dramatischen Moments wie durch die Andeutung eines feierlichen 
Denkmäler der Kunst,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.