Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1692037
572 
Die Kunst des romanischen 
Styles. 
yviekehmg derselben in derSpätzeit des deutsch-romanischen Styles eben- 
falls von charakteristischer Bedeutung. Der Dom zu Augsburg hat in 
fünf Oberfenstern des Mittelschiffes grosse Heiligengestalten, die, über 
eine handwerkliche Wiedergabe "conventioneller Formen nicht heraus- 
kommend, doch als ein früher Versuch, die von beschränkenden Bedin- 
gungen abhängige Technik für Darstellungen grösseren Maasstabes Zu 
verwenden, beachtenswerth sind.  In WVestphalen 1 sind die Fragmente 
in den Fenstern der Ohornische des Domes von Soest als ältere Arbeiten, 
die Malereien des mittleren Ohorfensters der Kirche zu Legden als ein 
schätzbares Werk der Blüthezeit des Styles zu nennen, dekorativ ver- 
bundene Medaillons mit kleinen figürlichen Darstellungen, deren Gesammt- 
inhalt den Stammbaum Christi aus- 
 macht.  Am Niederrhein fünf 
'   ansehnliche Fenster in St. Kunibert 
zu Köln, 2 der Zeit um die Mitte 
a,  des 13. Jahrhunderts angehörig, 
 t  äleinehSceiäenlbligolischein undtlegen- 
  . v  arisc en n a s, un erwär s ein- 
zelne grössere Heiligengestalten, 
i Q   '  "  Alles von bunten Arabesken- und 
 X Ä  Rankenmustern reichlich umschlos- 
     I Ü]  sen, farbenglänzendem Teppich- 
,    Werk vergleichbar und hiemit die 
    "u" s, v günsti ste Wirkung sichernd, deren 
   überhfupt eine Glasmalerteehnik 
  w,   fähig war, welche sich wesentlich 
  J  r 1 noch auf eine mosaicirende Behand- 
ß r [l r äitimsi- 
    namentistischen Theilen dieserFen- 
  y 11' t, StGTIÖQS romanische Element noch 
, s i i l zesgrrtgsalssgzicätgtaii:.23. 
    l schonUebergänge in dengothischen 
  ß  l  Styl ankündigen. Noch mehr ist 
j j 1 , l letzteres der Fall in zwei Ohorfen- 
x I]  1  stern der Kirche zu Heimers- 
 4' r l heim, 3 die zugleich eine wiederum 
j   schlichtere Anordnung zeigen. 
I,    l Ein für die Schlussepoche des ro- 
r  I" IX" manischenStyles eigenthümlichcha- 
F u d P d  _ m1 de s m s_ rakteristisches Werk ist ferner eine 
[g r er käilafäääädßitläfplää. K.) r c OS zusammengehörige (doch unvoll- 
 1 Lübke, a. a. 0., s. saß. 
Bank. am Niederrhein, T. 72.  
Geschichtskunde, I, T. 9. 
 2 Eins derselben bei Eoisseräe, Denkm. der 
9 F. H. Müller, Beitr. zur teutschen Kunst- und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.