Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1686680
achtzehnte und neunzehnte Dynastie u. 
Die 
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welche einen grösseren Gebäudecomplex umschliessen, mit geneigten Seiten- 
Hächen versehen sind. Besonders charakteristisch erscheint dies pyramidale 
Element an den thurmartigen Flügelgebäuden, den sogenannten Pylonen, 
welche sich zu den Seiten des Einganges und zu dessen Auszeichnung 
über oblonger Grundfläche erheben. Im Inneren gestalten sich mannig- 
faltige Räumlichkeiten je nach dem Bedürfniss, Höfe, Säle, Kammern 
verschiedenster Art, im Grunde der Gesammtanlage das Sanctuarium. 
Dabei wird, zur Ausfüllung der inneren Räume, ein reichlicher Säulenbau 
angewandt: in Reihen geordnete Säulen, Architravbalken tragend, über 
Welche die Deckplatten des Daches lagern. Die Höfe sind mit Säulen- 
und noch häufiger mit Pfeilerhallen umgeben; an die Pfeiler, als ihnen 
Pylon mit Masteuschmuck. 
Reliefbild im südlichen Nebentempel von Karnak. 
zugehörig, lehnen in diesem Falle stets sinnbildlich bedeutende Kolossal- 
statuen. Für die Vereinigung der verschiedenen Gebäudetheile zu einem 
Ganzen ist ein organisch absehliessendes Gesetz nicht vorhanden; 
die Theile des Gebäudes sind so zu einander geordnet, dass in der 
Regel ein Theil in den andern hineingesclioben erscheint; selbst jede Thür 
hat dem entsprechend die Form eines ursprünglich für sich bestehenden 
Baustückes. Solcher Behandlung gemäss ist das architektonische Werk 
zu einer fortgesetzten Erweiterung und Vergrösserlmg geeignet, in ähn- 
lichem Sinne, wie früher die Pyramiden sich, allerdings im einfachsten 
krystallinischen Wachsthum, durch fortgesetzte mantelartige Umlagen er- 
weitert hatten; daher bei grossen und gefeierten Anlagen die Räume, die
        

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