Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691968
Vierte Periode. 
565 
Unterscheidung der verschiedenen Theile) zumeist mit farbigen -Griinden. 
Sie erscheint besonders in den bayerischen Landen gepflegt, aus denen 
die vorzüglich namhaften Beispiele herstammen. Eins der letzteren, eine 
Handschrift der Berliner Bibliothek mit der Paraphrase des hohen Liedes 
von Willeram und andern geistlichen Schriften, 1 hat schlichte Zeichnun- 
gen, die mit der älteren Herbigkeit schon einen lebhaften Sinn für Be- 
wegung und Ausdruck des Momentes verbinden. Ueberwiegend dient diese 
Darstellungsweise zur Illustration dichterischer Werke. Von dem Geiste 
der letzteren angeregt, von den Bedingnissen der technischen Ausführung 
wenig beschränkt, entwickelt sie einen lebendig dramatischen Vortrag, 
der unter Umständen eine Fülle von Lebensbeziehungen zur Erscheinung 
bringt, während auf eine durchgebildete Form weniger gesehen wird und 
die Feder des Zeichners sich manches Mal mit flüchtiger Andeutung be- 
gnügt, manches Mal auch vor barbaristisch roher Gestaltung nicht zurück- 
schreckt. Es gehört hiezu eine Handschrift der Eneidt (Aeneide) von 
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Die klagenden Mütter von Bethlehem. Aus der Berliner Handschrift 
von Werner von Tegernsee. (F. K.) 
des Lebens der Maria 
Heinrich von Veldeck, ebenfalls in der Bibliothek von Berlin, 2 mit einer 
g-rossen Menge bildlicher Scenen des Gedichts, die in der Zeichnung der 
Figuren sehr wenig Nntursmn, in der Gewandung einen ungeflig eonven- 
tionellen Styl zeigt, aber zugleich eine Fülle von Motiven der beredtesten 
Mimik entwickelt. Sodann eine Handschrift des Gedichtes des Lebens 
der lllaria von Werner von Tegernsee in derselben Bibliothek, 3 deren 
 
K1. Schriften, I, S. 
1 F. Kugler, 
S. 26. 
71 
2 Ebenda, 
a Ebenda:
        

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